Remis eigentlich zu wenig

God save Faber: Unterföhring knapp vor erstem Sieg

Andreas Faber (l.) erzielte seine Saisontore vier und fünf. F: Weiderer

Im zweiten Versuch hat es nun geklappt. Das Wetter passte diesmal und der FC Unterföhring spielte 90 Minuten Fußball in Memmingen. Nach dem Abbruch zur Pause beim ersten Versuch gab es gestern Abend ein 2:2 (1:1)-Unentschieden, das beiden nicht so wirklich weiter hilft.

Trainer Thomas Seethaler erzielte schon in den letzten Spielen kleine Erfolgserlebnisse mit einer defensiveren Taktik. So gab es in Buchbach ein verdientes 1:1 und auch der TSV 1860 hatte bis zum 0:1 am Samstag 30 Minuten keinen Torschuss. In Memmingen setzte der Coach des Regionalliga-Neulings erneut in erster Linie auf Torverhinderung. Auch wenn Memmingen in der ersten Halbzeit mehr Ballbesitz hatte, verteidigten die Unterföhringer ohne ihren Kapitän Andreas Brandstetter (krank) das eigene Tor in einer Partie ohne viele Torszenen sehr geschickt.

Beim ersten Anlauf in Memmingen mit dem Unwetterabbruch nach 45 Minuten stand es 0:0, aber der FCU hatte da einige glückliche Momente. Das Glück haben sich die Gäste diesmal für die Offensive aufgehoben. Mit der ersten richtigen Offensivszene gingen die Unterföhringer in Front. Andreas Faber zündete nach einem Ballgewinn Büchels den Turbo und setzte sich nach dem Steilpass bei dem ganz starken Abschuss im Strafraum gegen drei Verteidiger und den Torwart durch. Die Pausenführung war schon fast eingetütet, als Memmingen noch einen von Fabio Sabbagh völlig unnötig verursachten Freistoß bekam. Und diesen legte Muriz Salemovic unhaltbar ins Netz zum Ausgleich. Wie auch Faber schoss Salemovic sein viertes Saisontor.

Die Allgäuer waren überraschend schwach und präsentierten sich als den schlechtester Gegner des FCU bislang in dieser Saison. In der 58. Minute stand es dann schon fast 2:1 für Unterföhring, als der Torwart nach der Hereingabe von Olwa-Luta schon überwunden war, aber Faber noch einen Haken machte und am Verteidiger hängen blieb. Der FCU kontrollierte Memmingen mit fast keinen Problemen und roch die Chance, mit einem weiteren Konter den ersten Regionalligasieg der Vereinsgeschichte zu landen.

Das Pausenfazit von Vize-Präsident Bernd Mayer war vielsagend: „Besser als Platz 17 spielen die Memminger wirklich nicht.“ Aber dann kam die kalte Dusche aus dem Nichts mit dem Führungstreffer der Hausherren. Dieser Treffer war wiederum sehr schön herausgespielt und unhaltbar abgeschlossen. Der FCU brachte mit Philipp Schmidt und Robert Söltl postwendend das restliche offensive Potenzial von der Bank und ging volles Risiko.

Unterföhring hatte direkt nach dem 1:2 durch Malcom Olwa-Luta eine Großchance und war die letzten elf Minuten auch noch in Überzahl. Und einen hatte Andreas Faber noch im Köcher. Der Co-Trainer zog in der Strafraum-Vollversammlung ab und fand irgendwo die Lücke. Diesen Ausgleich hatte sich der FCU redlich verdient gehabt.

Quelle: fussball-vorort.de

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