„Ja, da war fast wirklich jeder Schuss ein Treffer“

Viererpack von Stefan Lechner bei kuriosem Spiel beim SCBV

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Stefan LechnerDer Torjäger stockte sein Konto um vier auf sieben Treffer auf. 

Der außergewöhnlich hohe Unterhaltungswert auf dem Rasen machte das frostige Freitagabendspiel der Bezirksliga Ost zwischen dem SC Baldham-Vaterstetten und dem VfL Waldkraiburg für Spieler wie Zuschauer zu einem unvergesslichen Fußballabend.

Vaterstetten – Beide Abwehrreihen hatten sich scheinbar auf einen Tag der offenen Tür verständigt, sodass sich die jeweiligen Angriffsreihen nach Belieben austoben konnten. Am Ende gewann der gastgebende SCBV mit 9:4 (4:2).

„Ja, da war fast wirklich jeder Schuss ein Treffer“, überlegte Baldhams Übungsleiter Gzim Shala. Selbst der emsige Liveticker machte erst nach 79 Minuten durch Roman Krumpholz einen Torschuss aus, „welcher nicht im Tor landet“. Selten dürften „Die Doofen“ also mit ihrem „Volltreffer, Volltreffer, wieder mal ein Tor. Jeder Schuss ein Treffer, jeder Schuss geht rein“ einen Spielverlauf musikalisch passender interpretiert haben als bei diesem 13-Tore-Spektakel.

Das bislang mit Abstand torreichste Spiel der Liga wurde mit dem 1:0 durch Baldhams Flügelstürmer Stefan Lechner eingeläutet, der nach dem Abpfiff den ersten Viererpack der laufenden Bezirksliga Ost bejubeln konnte. „Stefan war heute hellwach, hatte fast eine 100 Prozent Quote und hätte gegen jeden Gegner ein super Spiel gemacht“, wollte Shala den Kantersieg seines Teams nur zu einem kleinen Teil am „eher schwachen Auftritt“ des Tabellenletzten aufhängen. „Wir haben unser bestes Offensivspiel der Saison abgeliefert, jedes Tor super herauskombiniert und konsequent abgeschlossen. Überhaupt musst du erstmal neun Tore schießen.“

Da könne man schon mal über eine desolate Defensivleistung hinwegsehen. Abgesehen von seinem Ärger über die „vier billigen Gegentore“, hatte Shala vor allem Mitleid mit seinem Schlussmann Maxi Neu, der aufgrund fehlender Alternativen trotz Bandscheibenbeschwerden auf die Zähne beißen musste. „Die Mannschaft hat für ihn gespielt.“ Zumindest in der Vorwärtsbewegung.

Selbst nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer der Gäste zum 4:3 nach der Pause, war das Sturmtrio des SCBV um Viererpacker Lechner, Dreierpacker Krumpholz sowie Eray Özcan zu jeder Zeit in der Lage, Tore aus der Vorarbeit ihrer offensivfreudigen Mitspieler zu kreieren. Zweistellig wurde es am Ende nur nicht, weil sich zu viele Baldhamer an Florian Holzapfels sehenswertem Diagonalsolo durch die VfL-Abwehr hindurch zum 3:1 versuchten. „Offensiv Top, defensiv Flop, ein geiles Spiel“, resümierte ein zufriedener Gzim Shala. Kommenden Samstag geht es nun noch zum Nachholspiel nach Teisendorf. JULIAN BETZL

Quelle: Merkur.de

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