„Es waren Nuancen die den Unterschied machten“

SC Baldham Vaterstetten: Mit drei Toren zum Turniersieg

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Hoch das Bein: Spannende Duelle lieferten sich auch die E-Junioren der SpVgg Markt Schwabener Au (Links Maxi Fischer, rechts Jonas Matuszek) und des gastgebenden TSV Poing (David Rohany, Leon Scherer, r.). 

Zur Titelverteidigung reichte es zwar knapp nicht, Ausrichter TSV Poing blickt aber trotzdem zufrieden auf die U11-Hallenkreismeisterschaft zurück.

VON JOHANNES PILLER

Poing – In der Poinger Dreifachturnhalle holte sich der SC Baldham-Vaterstetten den Kreistitel. Die Futsalregeln sorgten für geteilte Meinung. Alle vier Halbfinalisten hätten den Titel verdient gehabt, sagt Lothar Genscher nach dem zweitägigen Turnier. Schmeicheln möchte der Grafinger U11-Trainer, dessen Team sich im Finale dem SCBV im Sechsmeterschießen geschlagen geben musste, niemandem. Er meint es ernst: „Am Sonntag waren alle Mannschaften auf dem gleichen Niveau. Es waren Nuancen die den Unterschied machten. Manche Sachen sind da einfach dem Zufall geschuldet“, findet Genscher, der sich insbesondere auf die Futsal-Regeln bezieht. In der seit 2014 praktizierten Hallenfußball-Variante wird mit Auslinien gespielt. Dazu kommen unter anderem der sprungreduzierte Ball und die kleineren Tore. Letzteres macht es besonders schwierig, Treffer zu erzielen.

So kam es, dass das Spiel um Platz 3 und das Finale torlos blieben. Die SpVgg Markt Schwabener Au sicherte sich gegen den Gastgeber den dritten Platz mit 2:1-Toren vom Punkt. Nach zwei Fehlversuchen des TSV Grafing, gewann der SCBV den Titel letztendlich mit 2:0. Philipp Reisberg, Spielleiter des Bayerischen Fußball-Verbandes, sieht es positiv: „Diese Teams haben sich nicht hinreißen lassen, die Bälle einfach quer nach vorne zu schießen. Es haben sich die Mannschaften durchgesetzt, die sich an die Taktik gehalten haben.“

Insgesamt verzeichnete Reisberg deutlich weniger Regeldiskussionen als im vergangenen Jahr. Neben der obligatorischen Trainerbesprechung vor dem Turnier, in der Reisberg nochmal die wichtigsten Regeln erklärte, nutzte er auch die Spielpausen während der Vorrunde zur Fortbildung.

Über das Hallenmikrofon informierte er die Zuschauer über das Futsal-Reglement, das er für die jungen U11-Kicker etwas vereinfachte (keine 4-Sekunden-Regel, keine Rückpassregel). „Wenn ein Tor nicht gegeben wurde, war die Aufregung auf der Tribüne groß. Auch da habe ich dann erklärt, wieso es nicht zählt“, so Reisberg, der damit unbegründeten Ärger auf Funktionärs-, Spieler- und Zuschauerseite verhinderte.

So richtig anfreunden wollten sich die meisten Trainer mit Futsal trotz all seiner Bemühungen nicht. Dass die Hallenvariante mehr technische Spiellösungen generieren soll, glaubt Markt Schwabens Trainer Wolfgang Kirmaier nicht: „Es ging meistens vom Torwart per Einwurf weit nach vorne. Dann war der Ball im Aus. Gefühlte 30 Sekunden später wurde der Ball dann wieder eingekickt. Meistens mit einem Weitschuss in die gegnerische Hälfte.“ Sein Grafinger Pendant Genscher sah es genauso: „Fast jeder Einkick wurde aufs Tor geknallt, wo die vier Mitspieler versucht haben, den Ball irgendwie abzufälschen.“ Kirmaiers Fazit: „Unattraktiv. Sowohl für die Zuschauer, als auch für die Kinder.“

Quelle: Merkur.de

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