Verein hoffnungslos zerstritten?

SCF: Ehrenpräsident tritt als Schlichter an

nimmt beide Seiten in die Pflicht und will zwischen den vermeintlich hoffnungslos zerstrittenen Parteien vermitteln.

SC Fürstenfeldbruck – In den tobenden Streit zwischen Präsidium und Jugendabteilung beim SC Fürstenfeldbruck schaltet sich nun auch Ehrenpräsident Albrecht Huber ein.

von Andreas Daschner

Er nimmt beide Seiten in die Pflicht und will zwischen den vermeintlich hoffnungslos zerstrittenen Parteien vermitteln.

Seinen negativen Höhepunkt fand der Streit um die Wiedereingliederung des derzeit eigenständigen Jugendbereichs in die Fußballabteilung am Wochenende mit dem überraschenden Rücktritt von Präsident Sigi Müller. Eine Entwicklung, von der auch sein Vorvorgänger Huber überrascht wurde.„Es ist schade, dass er diesen Schritt gegangen ist“, sagt der Ehrenpräsident, der auch offiziell als Bindeglied zwischen Präsidium und Jugendabteilung fungiert. In dieser Funktion wird Huber nun offenbar mehr denn je gebraucht, denn die Kluft zwischen den Streitparteien scheint nahezu unüberwindbar zu sein.

„Das Loch ist so groß, die Arbeit kann eigentlich beiden Seiten zuletzt keinen Spaß mehr gemacht haben“, sagt Huber. Den Zeitpunkt, zu dem die Differenzen nun hochkochen, findet der ehemalige SCF-Chef zwar nicht ideal. „Schließlich würden Änderungen ohnehin erst 2014 greifen.“ Gleichwohl gilt es die hausgemachten Unruhen nun in den Griff zu bekommen.

Hierbei nimmt Huber Jugendleiter Jakob Ettner und das Präsidium gleichermaßen in die Pflicht. „Es kann natürlich nicht sein, dass ein Jugendleiter sich abkapselt und ohne das Präsidium mit der Stadt über den Bau des Kunstrasenplatzes verhandelt“, sagt er bezüglich eines der Streitpunkte. Gleichermaßen gehe es aber auch nicht, dass das Präsidium nun einen von den Mitgliedern gewählten Funktionär einfach in Frage stellt und sagt, den brauche man nicht mehr.

In einem Gespräch mit Ettner und den Eltern haben sich Huber und Amtskollege Hans Hahn bereits als Mediator versucht. Dabei seien auch deutliche Worte gefallen. Die Bedenken der Eltern, dass das Geld aus der Jugendkasse bei einer Wiedereingliederung der Jugendabteilung im Hauptverein verschwindet, konnte Huber nach seiner Ansicht dabei weitgehend ausräumen. „Kein Präsidium würde da jemals Hand dran legen. Die bräuchten sich im ganzen Landkreis nicht mehr sehen lassen, und das wissen sie auch“, sagt er. Auch den Kunstrasenplatz sieht Huber nicht in Gefahr.

Der Ehrenpräsident ist in seiner Funktion ohnehin für den Großfeldbereich der Jugendabteilung mit verantwortlich. „Den sportlichen Bereich muss er mir und Jugendkoordinator Florian Schober überlassen“, macht Huber klar. „Dann kehrt auch bei den Eltern und Trainern wieder Ruhe ein.“ Im derzeit kaum noch vorhandenen Zusammenspiel zwischen Präsidium und Jugendleiter will Huber dann schlichten.

Die Bedenken des Präsidiums gegen eine eigenständige Jugendabteilung kann er verstehen. „Aber wie das in der Satzung geregelt ist, ist in meinen Augen eigentlich egal. Man muss einfach im Sinne des Vereins zusammenarbeiten.“ Daher wird Huber demnächst auch das Gespräch mit dem verbliebenen Präsidium und dem derzeit im Ausland weilenden sportlichen Leiter Dylan Hughes suchen.

Quelle: fussball-vorort.de

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