Traditionsverein will sich neu aufstellen

SC Fürstenfeldbruck nach Abstieg in die Kreisliga am Tiefpunkt

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SC-Trainer Saki Kiourkas will nach dem Abstieg in der Kreisliga angreifen

Fürstenfeldbruck – Im 100. Jahr seines Bestehens ist der SC Fürstenfeldbruck endgültig in den Niederungen des Amateurfußballs angekommen.

VON DIRK SCHIFFNER

Die einstige Nummer eins in der Region kickt ab sofort nur noch in der Kreisliga. Dabei wäre der Elf von Trainer Saki Kiourkas nach einer fast perfekten Rückrunde in der Bezirksliga fast noch der direkte Klassenerhalt geglückt. Doch beim letzten Saisonspiel reichte es nur zu einem 1:1 gegen den punktgleichen Rivalen FC Phönix München. Und in der Relegation ging der einst stolze Bayernligist nach einer scheinbar komfortablen 2:0-Hinspielführung gegen die SG Schönau am Königssee mit 0:5 baden. „Wir haben total versagt“, erinnert sich Kiourkas an den rabenschwarzen Samstag. „Der erste Torschuss von Schönau saß. Von da an war das Momentum auf deren Seite.“ Die wie gelähmt spielenden Brucker hatten nichts mehr zuzusetzen und ergaben sich ihrem Schicksal.

Nach dem Desaster blickt Kiourkas nun wieder etwas gelassener in die Zukunft. Er freue sich auf viele Derbys („Mit mehr Zuschauern als in der Bezirksliga“) etwa gegen die Stadtrivalen aus Aich. Der 32-Jährige will das Positive im Abstieg sehen: „Ich möchte eine gesunde, humane Mannschaft aufbauen.“

Als Kiourkas vor knapp zwölf Monaten das Traineramt übernahm, hatte er genau vier Spieler zur Verfügung. Mit seinem Co-Trainer Cakir Güngör „haben wir Gott und die Welt bewegt“, erzählt er. Knapp 160 Kontakte zu potenziellen Spielern haben die beiden aufgenommen. Der letztlich zusammengewürfelte Haufen holte in der Hinrunde mickrige zwölf Pünktchen.

In der Winterpause folgte die nächste Personalrochade. Insgesamt zehn Neue kamen. Weil der gerade noch vor der Insolvenz gerettete Verein aber die teilweise hohen Ablösesummen nicht zahlen wollte, kamen einige Spieler erst gegen Ende der Saison und nach Ablauf der Sperrfrist zum Einsatz. Da war es letztlich schon zu spät. Auch jetzt ist sich Kiourkas noch sicher: „Wir waren nicht schlechter als der Sechste oder Achte.“ Aber: „Wir waren zu wenig Mannschaft.“

Am 4. Juli ist Trainingsstart. Der Wunsch des Trainers: „70 bis 80 Prozent der Spieler sollen dann aus der Region kommen.“ Aus der eigenen U19 rücken sechs Junioren nach. Anführer des Teams wird weiterhin Tamas Madar sein. Der 40-jährige Ungar ist dienstältester Akteur beim Sportclub.

Ein Saisonziel will Kiourkas, der in Dachau ein griechisches Restaurant betreibt, nicht ausrufen. „Wir werden keinen Druck aufbauen.“ Fußballerisch sieht Kiourkas sein Team jedoch eher in der oberen Tabellenhälfte der Kreisliga.

Quelle: Merkur.de

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