Die Nachfrage ist bislang noch gering

Erdinger Sportvereine als Helfer in der (Corona-)Not

Andreas Hackl, Trainer der zweiten Mannschaft des SC Kirchasch, will mit seinem Team helfen.
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Andreas Hackl, Trainer der zweiten Mannschaft des SC Kirchasch, will mit seinem Team helfen.

Mehrere Vereine aus dem Landkreis Erding bieten in Corona-Zeiten ihre Hilfe an. Die Nachfrage ist bislang noch gering.

Landkreis – „Wenn wir schon nicht dem Ball hinterherlaufen können, dann wollen wir uns wenigstens anderswo sinnvoll betätigen“, beschreibt Andreas Hackl, Trainer der zweiten Mannschaft des SC Kirchasch, die Initiative der Fußballer. Sie bieten – wie auch zahlreiche andere Sportvereine im Landkreis – an, Einkäufe, Apotheken- und Botengänge sowie Fahrten zum Arzt für ältere Leute, die zur so genannten Risikogruppe in Corona-Zeiten gehören, zu erledigen.

Lediglich einen Anruf verzeichnete Hackl bislang allerdings. Ähnlich sieht es bei der Dirndlschaft Langengeisling aus, die mit dem FC Langengeisling zusammenarbeitet. „Bei uns hat sich noch niemand gemeldet“, sagt Kathrin Klostermaier von der Dirndlschaft. Ein bisschen verwundert sei sie schon, denn sie sehe keine Leute und wenige Autos auf den Straßen. „Eigentlich geht kaum einer außer Haus.“

Auf alle Fälle stünden sie und ihre Mitstreiterinnen, darunter auch viele Krankenschwestern, bereit. „Wir haben uns nicht spezialisiert“, sagt sie, „wir machen alles, was draußen stattfindet und für die Risikogruppen erledigt werden kann.“

Bislang ist die Nachfrage noch gering

Ebenso spärlich ist bislang die Nachfrage beim SV Eintracht Berglern, der seine Hilfe seit einer Woche auf Facebook anbietet und nun mit anderen Vereinen das Projekt „Von Berglern, für Berglern“ gegründet hat. Über https://fuer-berglern.de/ finden Interessenten Anlaufstellen im Internet. Daniel Helmecke, der im Vorstand des SV Berglern tätig ist, glaubt, dass die Nachfrage noch kommen wird: „Warten wir mal ab.“

Auch der SV Hörlkofen arbeitet mit der Nachbarschaftshilfe zusammen. „Wir haben einen Aufruf gesehen, dass die Nachbarschaftshilfe Fahrer sucht. Da haben wir uns gemeldet“, berichtet Florian Well, Trainer der zweiten Fußball-Mannschaft.

In Hörlkofen zeigt sich bislang wenig Bedarf. „Die Versorgungslage scheint noch gut zu sein“, schließt Well daraus und meint: „Das ist ja eigentlich ein gutes Zeichen. Hoffen wir, dass es so bleibt.“

David Hauser, Jugendleiter der Fußballer des FC Inning, steht mit seinen Jungs ebenfalls in den Startlöchern. Für zwei Leute wurden bislang Einkäufe getätigt. Er vermutet hinter der geringen Nachfrage eine gewisse Art von Scheu, „denn wir wissen, dass in Inning etliche ältere Menschen alleine leben“. Sie sollten auf keinen Fall einkaufen gehen, sondern sich an den FC Inning wenden. „Wir machen das gerne. Wir hätten gerne Stress“, betont Hauser.

Text: ALEXANDRA ANDERKA

Ansprechtpartner:

SVE und Bürgerliste Berglern organisieren Einkäufe, Infos unter Tel. (01 76) 41 13 33 64.

Der SV Hörlkofen hilft bei Einkäufen, Fahrten zum Arzt, Apothekenfahrten etcetera unter Tel. (01 76) 24 71 23 11, (01 74) 9 57 88 67 oder (01 70) 1 24 16 63

Der SC Kirchasch hilft bei Einkäufen, Fahrten zum Arzt oder Apothekengang unter Tel. (0 81 22) 9 59 95 67.

David Hauser vom FC Inning unter Tel. (01 52) 03 70 48 25

Dirndschaft Langeisling/FC Langengeisling: Kathrin Klostermaier, Tel. (01 57) 59 24 82 37.

Quelle: Merkur.de

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