SC Oberweikertshofen mit 1:3-Niederlage gegen FC Landsberied

„Wir haben keine Angst. Wir nehmen was mit.“ - SCO III im Abstiegskampf

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Versucht kräftig zuzupacken hat Oberweikertshofens dritte Mannschaft (grüne Trikots) schon. Am Ende hatte der Aufstiegskandidat aus Landsberied aber doch die bessere Kontrolle über Gegner und Ball.

Es war nicht der Tag des SC Oberweikertshofen. Gut 75 Minuten, nachdem der Abstieg der ersten Mannschaft auch rechnerisch feststand, hatte die dritte Mannschaft beim FC Landsberied anzutreten. Und auch sie musste am Ende des Tages mit einer Niederlage abziehen.

Nach einer in der Schlussphase eher nickligen Partie blieb der FC Landsberied mit 3:1 (2:1) siegreich und damit weiter aussichtsreich im Aufstiegsrennen. Zweimal hatte dazu Maximilian Schindler getroffen und einmal Michael Miklosch. Der Weikertshofer Führungstreffer durch Spielertrainer Luis Huber hatte nur kurz Bestand.

Dabei hatte der seiner Mannschaft vor dem Anpfiff im Spielerkreis noch Mut gemacht. „Wir haben keine Angst. Wir nehmen was mit.“ Seine Mitstreiter nahmen sich das vor allem im ersten Viertel der Begegnung zu Herzen, in dem die Gäste die gefälligeren Kombinationen zeigten. Der Spielertrainer selbst war dafür verantwortlich, dass sich Oberweikertshofens dritte Mannschaft für diese gute Phase auch belohnte. Mit feinem Füßchen und noch listigerem Blick hatte er Landsberieds Keeper Manuel Jacobi fast von der Mittellinie aus überlistet. Landsberieds Coach Max Bals wollte dennoch nicht von einem Torwartfehler sprechen. „Da hat der Wind schon ziemlich kräftig mitgepustet“, beschrieb Bals die doch kuriose Szene.

Die Gastgeber hatten allerdings das Glück des Tüchtigen und eine schnelle Antwort auf ihrer Seite. Doch auch der Landsberieder Ausgleich nur eine knappe Minute später war nicht zwingend herausgespielt, sondern eher ins Tor gemurmelt. Trainer Bals war das Zustandekommen freilich egal. „Es war wichtig, dass das 1:1 so schnell gefallen ist.“

Ähnlich glücklich kam der Führungstreffer zustande. Oberweikertshofens Keeper Martin Richter hatte einen von Wolfgang Bals durchaus passgenau getretenen Elfmeter prächtig abgewehrt. Doch dessen gute Reaktion war umsonst, im dritten Nachfassen brachten die Landsberieder den Ball doch noch im Netz unter. Bis zum Ende der ersten Halbzeit stellte dann der FCL das dominierende und ballsicherere Team, so dass der knappe Vorsprung zum Seitenwechsel trotz allen Glücks verdient war.

Immerhin nahm der FCL den Schwung der Führung mit in den zweiten Durchgang. Obwohl sich die Oberweikertshofener der Worte ihres Spielertrainers zu Beginn der Partie erinnerten und mit viel Kampfgeist versuchten dagegenzuhalten, kontrollierte der FCL das Geschehen. Nach dem Geschmack von Bals geschah das aber mit zu wenig Zielgenauigkeit. „Wir hätten es eher klar machen müssen“, moserte Bals nach dem Schlusspfiff. Dabei hatte er vor allem den zweiten vergebenen Elfmeter, den Schindler in der 75. Minute an die Latte nagelte, im Blick. „Das müssen wir wieder ein wenig üben“, so Bals. Es wäre wohl nervenschonender gewesen.

Zumal dieses Versäumnis beinahe durch Weikertshofens Spielertrainer Luis Huber bestraft worden wäre, der einen Freistoß aus rund 30 Meter auf die Latte gelegt hatte. So aber lebte die Partie von der Spannung des nächsten Tores und der zunehmenden Hektik. Dazu trug ebenso der Brucker Schiedsrichter Önder Kücük mit verstärkt gezückten gelben Karten und einer zu hart erscheinenden Gelb-Roten Karte für Gästespieler Sebastian Held bei. „Der muss sich noch profilieren“, schimpfte man von der Auswechselbank der Gäste.

Für SCO-Spielertrainer Huber war das wohl der Grund für eine Premiere nach fast vier Jahren zu sorgen, in denen das Tagblatt über das „Spiel der Woche“ berichtet. „Keine Lust auf einen Kommentar“, sagte Luis Huber nach dem Schlusspfiff. Sein Gegenüber Bals sprach derweil von einem verdienten Sieg des FCL.

Statistik zum Spiel

Landsberied: Jacobi, Lang, Böhm, A. Miklosch, Holzmüller, Stumbaum, Peters, Schindler, M. Miklosch, Kellner, W. Bals (weiter eingesetzt: Felbinger, Hollinger) 

Oberweikertshofen III: Richter, Schmid, Held, J. Huber, L. Huber, Lescher, Semache, Gschwandtner, Dexl, Stojnic, Lampl (weiter eingesetzt; Mayr, Pongratz, Riepl) 

Schiedsrichter: Önder Kücük (Fürstenfeldbrck) 

Tore: 0:1 L. Huber (23.), 1:1 M. Miklosch (24.), 2:1 Schindler (34.), 3:1 Schindler (88.) Gelbe Karten W. Bals, Hollinger, Peters, Schindler, Held, L. Huber, J. Huber, Semache Gelb-Rote-Karte Held (85., Reklamieren) 

Zuschauer: 50.

Quelle: Merkur.de

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