Es war die erste Pleite nach sieben Siegen in Folge

Siegesserie des SC Oberweikertshofen reißt bei Trainer-Rückkehr

Der SCO steht immer noch auf Rang drei.
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Der SCO steht immer noch auf Rang drei.

So hat sich Trainer Günter Bayer das erste Spiel des SC Oberweikertshofen nach seiner Rückkehr aus der Reha sicher nicht vorgestellt: In Überzahl kassierte der Dorfclub bei Hertha München ein 1:4 (1:1).

Oberweikertshofen – Es war die erste Pleite nach sieben Siegen in Folge. Nach gut einer Stunde sah noch alles so aus, als ob der SCO Kurs auf Erfolg Nummer acht nehmen könne. Nach einer überragenden ersten Halbzeit, in der allerdings eines Vielzahl von Chancen ungenutzt blieb, durfte die Bayer-Elf ab der 58. Minute mit einem Mann mehr agieren: Alexander Maier, der zuvor mit der einzigen Hertha-Möglichkeit in Halbzeit eins das 1:0 durch Osman Yontar ausgeglichen hatte, wurde von Schiedsrichter Dominik von Maffei aus Miesbach mit der roten Karte zum Duschen geschickt.

Doch statt in Überzahl das Spiel endgültig in die Hand zu nehmen, war das „für uns das Ende vom Fußballspiel“, wie Bayer sagt. Von da an habe seine Mannschaft mit allem aufgehört, was sie zuvor ausgezeichnet hatte. „Wir haben uns nur noch mit dem Schiedsrichter und der Bank von Hertha beschäftigt.“ Zudem war mit Osman Yontar auch der Spielmacher nicht mehr auf dem Feld, nachdem er noch vor dem Platzverweis verletzt ausgewechselt werden musste.

Die Gastgeber bestraften dies gnadenlos und trafen zweimal in Unterzahl. Das endgültige Ende folgte wenige Minuten nach dem 1:3, als auch noch Peter Herger die Rote kassierte. „Ein Witz“, wie Bayer befindet. Sein Gegenspieler habe den Fuß drübergehalten. „Eigentlich war es ein Foul an Herger.“ Aber von Maffei zückte die Karte gegen den Weikertshofener. „Von da an hat dann wirklich gar nichts mehr funktioniert“, sagt Bayer. Das 1:4 rund zehn Minuten vor Schluss war die logische Konsequenz.

Was den Übungsleiter aber mehr ärgert als die Niederlage („Uns war klar, dass es mit den Siegen nicht ewig so weitergehen würde.“), sind die personellen Folgen: Neben Yontar verletzte sich auch Gonschior. Beide drohen, länger auszufallen. Herger wird für mindestens ein Spiel gesperrt. Bayer selbst muss nach der überstandenen Operation noch bis Ende des Jahres etwas langsamer machen und auf die Hilfe seines Co-Trainers Dominik Sammer bauen. Und noch eines ist klar: Allzu oft sollte seine Mannschaft derartige Partien wie bei Hertha nicht mehr abliefern. Denn wie der Übungsleiter – freilich nicht ganz ernst gemeint – erklärte: „Mein Arzt hat mir eigentlich dringend dazu geraten, solche Spiele zu vermeiden.“

Quelle: Merkur.de

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