Routinier freut sich auf Karriereende bei Heimatverein

Andreas Gries wechselt vom SC Olching zum TSV Gräfelfing

Zurück im Wolfsbau: Andreas Gries wechselte wieder zu seinem Heimatverein TSV Gräfelfing, bei dem er seine Fußballerkarriere ausklingen lassen will.
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Zurück im Wolfsbau: Andreas Gries wechselte wieder zu seinem Heimatverein TSV Gräfelfing, bei dem er seine Fußballerkarriere ausklingen lassen will.

Der TSV Gräfelfing freut sich über die Rückkehr von Andreas Gries. Der Routinier verlässt den SC Olching und will seine Karriere bei seinem Heimatverein beenden.

GräfelfingBernd Gegenfurtner ist fort und damit der einzige bekennende Blaue beim TSV Gräfelfing. Inzwischen hat Stefan Schmidt mit Konstantin Schachtner nicht nur einen Ersatz für den Trainer gefunden. Mit Andreas Gries besetzt der Abteilungsleiter auch den vakanten Posten des Sechzigerfans beim rot dominierten Fußball-Kreisligisten. „Wir haben wieder einen Quoten-Löwen“, freut sich Schmidt über die Rückkehr des TSV-Urgesteins aus Olching.

Andreas Gries: Rückkehr zum TSV Gräfelfing auch wegen Corona-Pandemie

Ein Jahr hat der Mittelfeldspieler beim Landesligisten ausgehalten. Mit seiner Rückkehr hat der Zoo an der Hubert-Reißner-Straße wieder eine Attraktion mehr. „Ich bin der Oberlöwe unter den Wölfen“, sagt Gries von sich. Dass er in Zukunft wieder das Trikot seines Heimatvereins trägt, dem er seit seiner Kindheit angehört, hat auch mit der Corona-Pandemie zu tun. Natürlich hätte er die Saison beim Sportclub gerne zu Ende gebracht, der für ihn so etwas wie sein zweites Wohnzimmer darstellt. Schließlich spielte er schon einmal von 2013 an für drei Jahre beim SC Olching: „Der Verein bleibt immer in meinem Herzen erhalten.“

Doch dann verlängerte sich die Runde durch das Krisenmanagement des Bayerischen Fußball-Verbandes um ein weiteres Jahr. Anders als alle anderen Landesverbände in Deutschland wollte der BFV die Spielzeit partout nicht abbrechen. Eine Rolle für Gries’ Entscheidung spielte auch sein nicht mehr ganz so taufrisches Fußballer-Alter: „Als 35- und bald 36-Jähriger macht man sich schon Gedanken dazu.“ Nach reiflicher Überlegung wurde ihm klar: „Das mache ich nicht mehr mit.“

Tor gegen Ichenhausen „eines meiner Highlights“

Was nicht bedeutet, dass der Routinier in Olching seinen Frühruhestand angetreten ist. „Ich habe dort stattgefunden“, stellt er klar. Und wie! Als Kicker aus der Kreisliga absolvierte er beim Sportclub 17 Begegnungen, bei denen er zwei Treffer vorbereitete und selbst ein Tor erzielte. „Das war eines meiner Highlights“, erinnerter sich gern an sein 1:0 gegen den SC Ichenhausen, das seinem Team drei wertvolle Punkte bescherte.

Aber auch neben dem Platz heimste er Ehren ein. Als im Herbst Übungsleiter Simon Kaltenbach seinen Stuhl vor die Tür gestellt bekam und Co-Trainer Markus Remlein zum Chef befördert wurde, stieg er für zwei Spiele zum Assistenzcoach auf. Auch in die Vorbereitung auf die Rückrunde, in der wegen Covid 19 auf einmal ganz andere Inhalte gefragt waren, war Gries involviert. Gries wertet es als wichtige Fortbildung, auch in Sachen Online-Training Erfahrungen gesammelt zu haben.

Andreas Gries will Karriere beim TSV Gräfelfing beenden

Mit der Bestätigung im Gepäck, selbst in seinem Alter noch auf gediegenem Amateur-Fußball-Niveau mithalten zu können, tritt Gries seine letzte Dienstfahrt nach Gräfelfing an. „Das ist mein Heimatverein, da bin ich groß geworden, da will ich meinen Abschluss machen.“

Dass der Wolfsbau in den vergangenen Jahren zur Baustelle mutiert ist, betrachtet er noch einmal als persönliche Herausforderung. Der Oberlöwe sieht sich vor allem in der Rolle des Leitwolfs: „Ich hoffe, dass ich mit meinen Erfahrungen weiterhelfen kann, die jungen Leute heranzuführen.“ Auf das Amt des Kapitäns, das er bis zu seinem Abschied nach Olching beim TSV inne hatte, legt er keinen gesteigerten Wert. „Ich finde es gut, wenn man junge Leute heranzieht.“ 

Also plädiert er dafür, die Verantwortung auf jüngere Schultern zu verteilen. Statt etwas zu bekommen, möchte er lieber etwas geben. „Was uns in Gräfelfing immer ausgemacht hat, war unsere Mentalität“, stellt er fest. „Diesen Gedanken möchte ich implementieren.“ Um zu kämpfen, kann ein Löwe nie zu alt sein.

(

CHRISTIAN HEINRICH

)

Quelle: Merkur.de

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