„Wir bleiben in der Landesliga“

Punkt- und glücklose Mannschaft macht Trainer des SC Olching ratlos

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So langsam braucht der SC Olching wieder einen Sieg.

Im sechsten Spiel in Serie ist der SC Olching sieglos geblieben. Gegen den Tabellendritten VfR Neuburg setzte es eine 2:3 (1:1)-Heimniederlage.

Olching –  Die Treffer von Menelik Ngu Ewodo und Ender Dag reichten nicht. Denn für die Gäste waren vor 170 Zuschauern Marco Friedl und Michael Denz erfolgreich, sowie Olchings Louis Frank per Eigentor.

In diesem Treffer ins falsche Netz lag nur ein Teil der Dramatik. Der andere bestand darin, dass der SC Olching zum einen auch eine 1:5-Klatsche hätte beziehen können, ohne sich beschweren zu dürfen. Gleichzeitig besaßen die Gastgeber durchaus die realistische Chance, einen Punkt zu erzwingen.

Der schmale Grat dazwischen lag in den neun Minuten, in denen die Gäste ihre Führung auf mehr als nur 3:1 hätten ausbauen können und in der Schluss-Viertelstunde. Da nämlich hatten die Olchinger einer guten und schlechten Phase ihre besteder gesamten Partie folgen lassen. Ein wenig belohnten sie sich dafür durch Dags Anschlusstreffer sechs Minuten vor Schluss.

Und sie bekamen nur 60 Sekunden später nach einer angeschossenen Neuburger Hand die Gnade eines Elfmeters in den Schoß gelegt. Doch damit war das Füllhorn der Fußballgötter offenbar geleert. Torschütze Ewodo trat an, hatte VfR-Keeper Dominik Jozinovic bereits überwunden. Der Ball aber traf den Innenpfosten, kullerte die Linie entlang und dann wieder ins Freie.

Ein Moment, der Trainer Simon Kaltenbach erst einmal sprachlos machte. „Es ist schwer, das zu begreifen“, sagte er dann und wies darauf hin, dass „wir das in der ersten Halbzeit ganz gut hinbekommen haben“. Dass die Neuburger mit einem kapitalen Abwehrfehler das 1:0 der Olchinger ermöglicht hatten, hätte ihnen zudem in die Karten spielen können. Doch mit dem postwendenden Ausgleich ließen sie sich diese gleich wieder aus der Hand nehmen.

Was dann folgte, erlebte Kaltenbach in dieser Saison bereits des Öfteren. Nach dem Seitenwechsel ließ sich der SCO das Heft erst einmal vollends aus der Hand nehmen und kam erst nach dem 1:3 wieder zurück. „Warum brauchen wir so oft einen Rückstand, um aufzuwachen“, fragte Kaltenbach und fügte hinzu: „Ich bin ratlos.“

Er tat das in einem Ton, der eine bedeutende Entscheidung zu seiner Person durchaus hätte andeuten können. Zudem tat er es mit einem Blick, der verriet, dass seine Ratlosigkeit in den letzten Wochen zumindest nicht abgenommen hatte.

Doch Kaltenbach blieb verbindlich: „Wir werden alles im Trainerstab und mit dem Team sehr ausführlich analysieren.“

Einen Diskussionspunkt setzt SCO-Fußballchef Reinhold Miefanger. „Es ist bei den Spielern schon Wille da, aber nicht Wollen genug.“ Und davon werde man am kommenden Wochenende zu Hause, zum Rückrundenstart gegen den FC Garmisch eine ganze Menge brauchen. Denn, so Miefanger, „da muss die Mannschaft gewinnen“. Der rettende Platz 13 bleibt vier Punkte weg und die Konkurrenz von unten rückt näher. Miefanger spürt diese Gefahr. Doch er sagt: „Wir bleiben in der Landesliga.“ HANS KÜRZL

Quelle: Merkur.de

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