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Fußball-Bezirksliga: MTV Berg gewinnt in Pöcking 3:0

SCPP bleibt auch nach dem Derby punktlos

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Wegen Abseits’ aberkannt wurde das Tor von Felix Link (l.). Der extra für das Derby reaktivierte Pöckinger Torhüter Ken Weid wäre wie bei den anderen drei Gegentreffern auch da machtlos gewesen. 

Am Ende war es eine klare Angelegenheit. Die Bezirksliga-Fußballer des MTV Berg haben am Samstag das Derby beim weiter punktlosen SC Pöcking-Possenhofen mit 3:0 (1:0) für sich entschieden.

Pöcking – Unterschiedlicher hätte die Stimmungslage am Samstagabend im Pöckinger Sportpark nicht sein können. Auf der einen Seite des Fußballplatzes standen die Spieler des MTV Berg rund um ihren Kapitän Tim Kayser im Kreis und feierten ausgelassen den 3:0 (1:0)-Derbysieg. Wenige Meter entfernt sahen sich die Akteure des SC Pöcking-Possenhofen konsterniert an. Der Bezirksliga-Rückkehrer hat eine äußerst enttäuschende erste Spielwoche hinter sich. Dem unglücklichen 0:1 gegen Unterpfaffenhofen und dem unnötigen 1:3 in Brunnthal folgte am Samstag eine unsägliche Pleite im Duell mit dem Nachbarn von der anderen Seite des Starnberger Sees. „Das hatten wir uns ganz anders vorgestellt“, klagte Franco Simon.

Dabei hatte der SCPP-Trainer alles versucht, um nach elf Jahren endlich wieder einen Pöckinger Sieg gegen den MTV zu ermöglichen. Er überredete Ken Weid, der vor wenigen Wochen sein endgültiges Karriereende verkündet hatte, zu einem Comeback. Stammtorwart Tobias Kernbach hatte sich am Mittwoch eine Bänderverletzung zugezogen, Ersatz Paul Röcken war nicht verfügbar gewesen, und Lukas Schuh hatte in der Vorbereitung zu oft gepatzt. Der Plan schien zunächst aufzugehen, denn Weid bewahrte seine Mannschaft vor dem schnellen Rückstand. Nach einem Fehler von Marvin Schleyerbach war Kayser frei vor ihm aufgetaucht. „Wir haben uns am Anfang sehr schwer getan“, bekannte Simon. Die Gastgeber arbeiteten sich Stück für Stück in die Partie. Adrian Dittmar und Clemens Link fanden ihren Meister jedoch jeweils in MTV-Keeper Florian Lerch. Mittenhinein in die Pöckinger Drangphase folgte die kalte Dusche. Eine einfache Seitenverlagerung und ein schneller Spielzug der Gäste brachten die Führung durch Mijo Crnjak. „Da waren wir im Kopf viel zu langsam“, haderte Simon.

Nach der Pause versuchten die Pöckinger, Druck aufzubauen, doch Gefahr entstand, wenn überhaupt, nur bei Standardsituationen. Simon Gebharts Versuch rauschte nur knapp am langen Pfosten vorbei. „Wenn der Ball rollt, ist es ein Fußballspiel, das du gewinnen willst. Da spielt es keine Rolle mehr, wer dir gegenüber steht“, sagte Gebhart, der vor wenigen Monaten seine Gegenspieler noch trainiert hatte.

Die schlugen in der zweiten Halbzeit mit ihrer ersten Möglichkeit eiskalt zu. Fleddermanns verunglückter Befreiungsschlag landete über Umwegen bei Höhne. Dessen Schuss konnte Weid noch parieren, doch Fabian Kaske vollendete den Abpraller. „Für ihn freut es mich ganz besonders. Er hat ein überragendes Spiel gemacht, war unser bester Mann“, lobte Bergs Trainer Wolfgang Krebs seinen Mittelfeldakteur. Höhnes 3:0 kurz vor dem Ende rundete den Derbyerfolg der Gäste ab.

Nach sieben Punkten aus drei Partien konnten sie am Abend in bester Laune am Berger Dorffest feiern. „Es bleibt noch viel zu tun, aber die Richtung stimmt“, bilanzierte Krebs. Die Pöckinger haben dagegen noch zwei Wochen Zeit, ihre Wunden zu lecken. Das Match gegen den Herakles SV München findet erst Ende September statt. Mit Link kam am Samstag ein weiterer Verletzter hinzu, er klagte über Rückenschmerzen und musste noch vor dem Pausenpfiff ausgewechselt werden. „Wir sind momentan nicht gerade vom Glück verfolgt“, sagte Simon.

SC Pöcking-P. –MTV Berg 0:3 (0:1)

SC Pöcking: Weid - Fleddermann, Jäger, Gebhart (82. Dötsch) - Jurkovic (46. Schropp), Kunert, Freiwald, Schleyerbach - Link (45. Matisic), Dittmar, Zandt

MTV Berg: Lerch - Maier, Plenert, Kullack, Link - Markovic (51. Binder), Kaske, Betz, M. Crnjak (85. Köhl), Kayser (69. Allihn) - Höhne

Tore: 0:1 M. Crnjak (35.), 0:2 Kaske (67.), 0:3 Höhne (88.)

Schiedsrichter: Assad Nouhoum (SC Oberweikertshofen)

Zuschauer: 200

Quelle: Merkur.de

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