1. tz
  2. Sport
  3. Amateure

SC Pöcking will keinesfalls Letzter werden

Erstellt:

Kommentare

Innenbandriss: SCPP-Kapitän Christoph Kunert.
Hat sein Karriereende angekündigt: SCPP-Kapitän Christoph Kunert. © A. Jaksch

Der bereits als Absteiger feststehende SC Pöcking-Possenhofen hat noch eine Mission: Der (Noch-)Bezirksligist will auf keinen fall Tabellenletzter werden.

Pöcking – Seit dem vergangenen Wochenende ist es amtlich: Der SC Pöcking-Possenhofen muss drei Jahre nach dem Bezirksliga-Aufstieg 2019 den bitteren Gang in die Kreisliga antreten. Zwar waren die Chancen auf den Klassenerhalt bereits vor der 2:3-Niederlage gegen den TSV Großhadern sehr gering gewesen, doch ein klein wenig hatte der eine oder andere wohl doch noch auf ein Fußball-Wunder gehofft. Zumindest lässt sich so womöglich erklären, warum die Trainingsbeteiligung in der vergangenen Woche etwas zu wünschen übrig ließ. „Am Dienstag waren zwölf Leute da, am Donnerstag 16. Zum Teil ist das nachvollziehbar, aber dauerhaft wäre es zu dünn“, sagt SCPP-Trainer Simon Gebhart. Er bestreitet mit seiner Mannschaft am Samstag die erste von noch zwei ausstehenden Bezirksliga-Partien auswärts beim FC Kosova München, der seine Heimspiele in Aubing austrägt (15 Uhr, Kronwinkler Straße).

Die Münchner haben sich nach katastrophalem Saisonstart zwar gesteigert, konnten aber die Wende nicht mehr vervollständigen und stehen mit aktuell fünf Punkten weniger als Pöcking bereits etwas länger als Absteiger fest. Das Auswärtsspiel steht für die Pöckinger unter dem Motto: Immerhin nicht Letzter werden. Um das Abrutschen ans Tabellenende definitiv zu vermeiden, ist mindestens ein Unentschieden nötig. Gebhart möchte die Saison auf keinen Fall als Schlusslicht beenden und hat für die verbleibenden Saisonspiele noch zwei Siege als Ziel ausgegeben.

Dafür kann er am Samstag aber voraussichtlich nur auf einen sehr dünnen Kader zurückgreifen. Der Einsatz der angeschlagenen Simon Forster, Clemens Link und Rafail Keil ist fraglich, Mittelfeldspieler Christoph Kunert weilt im Urlaub, Torwart Lukas Schuh auf einer Hochzeit, Innenverteidiger Josef Hartmann verletzte sich gegen Großhadern am Sprunggelenk, Stürmer Robin Kergl ist krank und Routinier Markus Schulz privat verhindert. Tim Freiwald winkt daher trotz zuvor wochenlanger Abwesenheit ein Platz in der ersten Elf. Die Situation erinnert fast ein wenig an die verkorkste Hinrunde – als Ausrede möchte sie Gebhart jedoch nicht gelten lassen. „An der Startelf ändert sich wahrscheinlich nicht viel“, so der Pöckinger Übungsleiter.

Indes werden die Planungen für die kommende Kreisliga-Saison vorangetrieben, die – sollte der SCPP in der Kreisliga Zugspitze eingeordnet werden – voraussichtlich in einem neuen Modus stattfinden wird (wir berichteten). „Ich bin kein Fan davon, aber ich entscheide nichts“, sagt Gebhart. Dabei kann er voraussichtlich auf einen Großteil des aktuellen Kaders zurückgreifen, und die zuletzt gezeigten Leistungen stimmen auch zuversichtlich, mit diesem Team eine gute Rolle spielen zu können.

Allerdings verabschieden sich voraussichtlich Torwart Lukas Schuh für sechs Monate und Florian Flath sogar für ein Jahr ins Ausland, und zwei weitere Spieler haben sich noch nicht endgültig entschieden. Zudem hat der langjährige Kapitän Christoph Kunert sein Karriereende angekündigt – er wird ab der kommenden Saison nur noch für die Alten Herren auflaufen.

Auch interessant

Kommentare