SCF: So brutal kann eine Partie sein

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Das Egger Tor war an diesem Nachmittag wie vernagelt.

SC Fürstenfeldbruck – Gut gespielt, schlecht gezielt, klar verloren: Der Auftakt in die Frühjahrsrunde brachte für die Landesliga-Fußballer des SC Fürstenfeldbruck eine deutliche und dennoch vermeidbare 0:3 (0:2)-Schlappe gegen den Tabellendritten SV Egg/Günz.

Schon vor dem Anpfiff musste Trainer Tarik Sarisakal eine Hiobsbotschaft verkraften: Tamas Madar konnte nicht auflaufen. Der kleine Ungar – einer der Dreh- und Angelpunkte des Brucker Spiels – musste arbeiten. „Das tut weh“, sagte Sarisakal. Weh tat auch einigen anderen Spielern etwas, die dennoch aufliefen. Auch ein Verdienst von Physiotherapeut Sven Jacob. Der bekam ein Sonderlob von SCF-Coach und Spielern, weil er die Mannschaft ehrenamtlich weiter betreut, obwohl ihn der klamme Verein nicht mehr bezahlen kann. Trotz der Personalsorgen zeigten die Brucker in der ersten Halbzeit ein Spiel auf ein Tor.

Das einzige Problem an der Sache: Der Halbzeitstand sprach eine gänzlich andere Sprache. Denn während die Brucker das Spiel machten, entschieden sich die Gäste aus dem Unterallgäu für die erfolgversprechendere Variante. Sie machten die Tore. Die ersten beiden Angriffe der Egger landeten gleich hinter SCF-Keeper Felix Thiel im Netz. Dabei setzte sich nahtlos das Problem aus der Vorbereitung fort: Spielerisch agieren die Brucker zwar äußerst gefällig. In der Rückwärtsbewegung leistet sich die Mannschaft aber immer wieder fatale Fehler. Oder wie es Sarisakal formulierte: „Wir machen pro Spiel zweieinhalb Fehler, und die kosten uns die Punkte.“

Und so passierte das, was der SCF-Coach als „Fußball brutal“ umschrieb: Nicht die bessere, sondern die effektivere Mannschaft holte die Punkte. Und effektiv waren die Egger. „Dreimal haben sie einen Ball in die Schnittstelle gespielt, daraus haben sie drei Tore gemacht“, sagte Sarisakal. Ansonsten musste der Übungsleiter keine weiteren hochkarätigen Chancen der Gäste registrieren. Selbst nicht in der kurzen Phase nach der Pause, als die Brucker dem SV Egg das Feld weitgehend überließen. Viel zu tun bekam Thiel auch da nicht. Sein Gegenüber Philipp Stölzle hatte zwar mehr Bewegungstherapie. Er musste oft aber nicht wirklich eingreifen, weil die Brucker Stürmer entweder neben das Tor zielten oder die Egger Verteidiger die Schüsse abblockten. So blieb Sarisakal am Ende nur das bittere Fazit: „Spielerisch bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis nicht.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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