In Fürstenfeldbruck herrscht immer noch Krieg hinter den Kulissen

SCF-Ikone verzichtet auf Präsidentschaft

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Jakob Ettner (r.) will wieder Präsident des SCF werden.

SC Fürstenfeldbruck – Dass die Opposition beim SC Fürstenfeldbruck Präsident Jakob Ettner lieber heute als morgen absägen würde, ist kein Geheimnis.

Vor der Partie in Memmingen am Samstag, 15.30 Uhr, sickerte auch der Name durch, der als Gegenkandidat ins Rennen geschickt werden sollte: Thomas Griesgraber. Doch der winkt ab.

„Gewisse Leute würden es gerne sehen, dass ich kandidiere“, bestätigte der ehemalige SCF-Spieler, der mittlerweile in der Alten Liga aktiv ist. Nach Tagblatt-Informationen sind es die früheren Präsidenten beziehungsweise Vizes Eckard Lutzeier, Frank Demmer und Hannes Mühlberger, die für eine Kandidatur von Vereins-Ikone Griesgraber werben. Doch der sagt: „Meine Antwort ist nein.“ In der Vergangenheit sei im Verein zu viel kaputt gemacht worden. „Das ist kaum noch zu reparieren.“

Der Gegenwind, der Ettner ins Gesicht bläst, wird aber nicht weniger. Nachdem er angekündigt hat, wieder kandidieren zu wollen, überlegt die Opposition offenbar, das zu verhindern. Die Begründung: Ettner verstoße beständig gegen die Satzung.

Da mutet es fast schon ein wenig satirisch an, dass der Präsident glaubt: „Es ist nun etwas Ruhe eingekehrt und die Mannschaft kann sich aufs Fußballspielen konzentrieren.“ Zumal eine dem Team nahestehende Quelle, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen will, ganz andere Strömungen aus der kickenden Truppe vernommen haben will: „90 Prozent der Spieler wollen nicht mehr unter einem Präsidenten Ettner weitermachen“, sagt der Insider. Leistungsträgern wie Fabian Meinberger und Marian Knecht lägen Angebote aus der Bayernliga vor. Doch Ettner würde die Verhandlungen unterbinden. Der umstrittene Präsident stellt die Sachlage freilich ganz anders da: „Wir sprechen mit den Spielern.“ Er sehe den Verlauf sehr positiv. Bei Meinberger und Knecht glaubt er, dass sich deren Zukunft entscheidet, „wenn wir wissen, wo nächste Saison der Weg hingeht“.

Trainer Michael Westermair hat bei seiner Amtsübernahme nach dem Rauswurf von Tarik Sarisakal früh erklärt, sich nur um sportliche Belange zu kümmern. So hält er das auch bei den Verhandlungen. „Ich rede mit den Spielern, das Finanzielle muss aber natürlich der Verein klären.“ Auch der Übungsleiter bestätigt jedoch, dass viele Spieler noch abwarten, wie es beim SCF weitergeht.

Die Unruhe im Hintergrund dürfte dem Coach denkbar ungelegen kommen. Schließlich erwartete Westermair mit den Spielen gegen Memmingen, Kaufbeuren und Oberweikertshofen „richtungsweisende Wochen“. Personell gibt es mit der Rückkehr von Carl Weser und Tamas Madar vor der Partie in Memmingen zumindest kleine Lichtblicke.

Text: Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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