Erst 3000 von 100.000 Euro gesammelt

SCF-Mitglieder verweigern dem Verein ihre Beiträge

Albrecht Huber, Markus Droth und Karl Danke (v.l.) versuchen, den SCF zu retten. Foto: dm

Die Versuche, den von der Insolvenz bedrohten SC Fürstenfeldbruck zu retten, werden offenbar von einem Teil der eigenen Mitglieder torpediert. Wie der Insolvenzverwalter, der Münchner Anwalt Oliver Schartl, mitteilt, haben offenbar zahlreiche Mitglieder den Lastschrifteinzug ihrer Beiträge widerrufen.

Der Jurist bezeichnet dies als „kontraproduktiv“. Ob die Veranstaltung des Initiativkreises „fußballbegeisterter Unterstützer“ zur Rettung des SC Fürstenfeldbruck am Mittwochabend von Erfolg gekrönt sein wird, wird sich am 28. Februar herausstellen. Bis dahin läuft die neue Galgenfrist, die Schartl dem Club gesetzt hat. Wie berichtet, benötigt der Verein 100?000 Euro, um die Insolvenz noch abzuwenden. Bisher hat der Initiativkreis 3000 Euro gesammelt.

„Wir wollen heute ein Zeichen setzen“, lautete der einhellige Tenor von Ehrenpräsident Albrecht Huber sowie den Stadträten Markus Droth und Karl Danke, die zur Veranstaltung am Mittwoch geladen hatten. „Ich hänge mit viel Herzblut an dem Verein“, sagte Danke. Ihn habe frustriert, dass die erste Frist verstrichen, und nichts passiert sei. Man müsse jetzt in Richtung Insolvenzverwalter ein Zeichen setzen, dass die Bereitschaft zu spenden da sei.

Nach Gesprächen mit anderen Stadträten, erklärte Danke, sei die Tendenz erkennbar, dass man die 97?000 Euro Gewerbesteuer gut nachlassen könnte. „Wenn die Gemeinnützigkeit nicht aberkannt worden wäre, hätte die Stadt ja auch nichts gekriegt.“ Darüber hinaus will die Initiativgruppe ihre Netzwerke nutzen, um für eine Zukunft des SCF zu werben. „Leute, wir müssen zusammenhalten. Was war, ist egal“, appellierte Huber an die Anwesenden.

Der Insolvenzverwalter sollte in den nächsten zwei, drei Wochen in die Lage versetzt werden, dass er mit den Gläubigern verhandeln kann, meinte Droth. Sollte es zum „Supergau“ kommen, werden die Spenden an die Spender zurücküberwiesen, erinnerte Danke daran, dass die Spenden auf keinen Fall in die Konkursmasse fließen. Wie viel Geld bisher gespendet worden ist, ist unklar. „Jedenfalls viel zu wenig“, meinte Huber.

Auch die Einnahmen aus dem Spiel gegen die Münchner Löwen helfen dem Verein im Kampf gegen die Insolvenz nichts. Die Mittel werden für den laufenden Spielbetrieb gebraucht.

Die „Fraktion“ der Eltern fußballspielender Kinder monierte eine fehlende Informationspolitik des Vereins, in den auf den Ernst der Lage hingewiesen werde. Jeder glaube, es werde schon irgendwie weitergehen. Auch ein Sanierungskonzept werde vermisst. 

Quelle: fussball-vorort.de

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