Noch hauchdünn über dem Strich

SCF: Nach finanzieller auch sportliche Pleite

+
Michael Westermair war über die Leistung seiner Elf frustriert. F: Metzler

Trotz der großen Turbulenzen wegen des gestellten Insolvenzantrages wollten die Brucker den siebten Platz gegen den Tabellenvorletzten Phönix München eigentlich verteidigen und nach dem 3:1-Sieg vor einer Woche in Oberalting nachlegen. Doch daraus wurde nichts.

Mit 0:1 verlor die Elf von Trainer Michael Westermair die Begegnung im Münchner Osten. Mit einem weiteren Sieg wäre ein gesicherter Mittelfeldplatz erobert worden, so aber rutschten die Brucker wieder auf den elften Platz gefährlich nah an in die Abstiegszone.

„Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen, waren zu langsam und haben nicht annähernd an die Leistung in Oberalting anknüpfen können. Phönix war einfach giftiger und wollte unbedingt den Sieg“, resümierte Westermair unmittelbar nach dem Schlusspfiff. Er äußerte sich enttäuscht von der Leistung seiner Elf, meinte aber, dass die Niederlage nicht festzumachen sei an den Vorfällen, die den finanzschwachenen Verein betreffen. „Natürlich werden die Spieler die Sache nicht ganz aus den Köpfen haben, aber auf ihre Leistung hat das keinen Einfluss gehabt, denke ich.“

Schon in den ersten zehn Minuten hatten die Brucker Glück, dass sie nicht früh in Rückstand gerieten. Gleich zweimal bewahrte sie der Pfosten vor einem Rückstand. Die einzig nennenswerte Chance war ein Distanzschuss des mitkickenden Sportdirektors Ugur Alkan. In den zweiten 45 Minuten entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, allerdings mit wenig zwingenden Torchancen auf beiden Seiten.

Nach dem Führungstreffer des Tabellenvorletzten durch Mert Irmak gab es nur noch eine strittige Situation, als Kristian Paluca im gegnerischen Strafraum zu Fall kam. Die Brucker forderten vehement einen Strafstoß, doch selbst Westermair meinte: „Das war zu wenig für einen Elfmeter, den hätte ich auch nicht gegeben. Schade, wenigstens ein Punkt hätte uns gut getan.“ Vor allem im Hinblick auf das schwere Heimspiel am kommenden Samstag, wenn der Tabellenführer FC Garmisch im Klosterstadion antritt.

FC Phönix München – SC Fürstenfeldbruck 1:0 FC Phönix München: Tomiak, Besirevic (62. Mitrovic), Spehar, Schlachter, Toure, Paljusic, Howard, Babic, Irmak (86. Ojoye), Dzafic (92. Sucic), Irmak - Trainer: Horky - Trainer: PericSC Fürstenfeldbruck: Knobling, Schöler, Demmer, Alkan, Madar, Crnac (62. Berger), Streun, Pudic, Konrad (46. Seemüller), Paluca, Sivonjic - Trainer: WestermairSchiedsrichter: Zuschauer: 190Tore: 1:0 Irmak (60.)

Quelle: fussball-vorort.de

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Türkgücü München rüstet auf: Ex-Bundesliga-Profi und -Nationalspieler wechselt zum Viertligisten
Erfolgreiches Turnier für die Junioren aus Mauern
Erfolgreiches Turnier für die Junioren aus Mauern
Krepek: „Einige werden mit Kopfschmerzen nach Hause gegangen sein.“
Krepek: „Einige werden mit Kopfschmerzen nach Hause gegangen sein.“
Robert Lexa (49) und Emanuele Fino (39) helfen beim SV Heimstetten II aus
Robert Lexa (49) und Emanuele Fino (39) helfen beim SV Heimstetten II aus

Kommentare