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FFB-Coach glänzt als Bierlieferant für Bad Heilbrunn

Kiourkas: „Endlich vom Bild des Ex-Bayernligisten wegkommen“

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Totgeglaubte leben länger: Fürstenfeldbrucks Trainer Saki Kiourkas (li.) coachte den SCF vom sichergeglaubten Absteiger zum Klassenerhalts-Anwärter. Gegen den punktgleichen Konkurrenten FC Phönix München hofft er, den Coup des Ligaverbleibs finalisieren zu können.

SC Fürstenfeldbrucks Trainer Saki Kiourkas spendierte dem SV Bad Heilbrunn für den Sieg gegen FC Penzing Freibier. Nun steht er mit dem SCF vor dem Abstiegs-Endspiel gegen FC Phönix München.

Es war die Erfolgsgeschichte der Saison: Der SV Bad Heilbrunn schafft den erneuten Aufstieg und damit den Durchmarsch von der Kreisklasse in die Landesliga. Im Vereinsheim am Naturheilmittel-Stadion wurde dies ausgiebig und vor allem feuchtfröhlich gefeiert – bis die Biervorräte knapp wurden. Als Retter in Not sollte sich SC Fürstenfeldbrucks Trainer Saki Kiourkas erweisen, der den Bezirksliga-Meistern Nachschub versprach.

„Es war als nette Geste gedacht, wie man es im Amateurbereich untereinander so macht. Ich verfolge auch die Facebook-Seite des Vereins und finde die Jungs sympathisch. Der HSV ist souverän Meister geworden und hat sich das auch redlich verdient“, so Kiourkas.

Bad Heilbrunn: Freibier als Motivation für Sieg gegen FC Penzing

Das Bier gab es allerdings nur unter einer wichtigen Bedingung: Die Bad Heilbrunner sollten das Spiel gegen den FC Penzing gewinnen. „Natürlich hatte ich das Spiel im Kopf. Es war immens wichtig für uns, dass der HSV dieses Spiel für sich entscheidet“. Denn Fürstenfeldbruck wollte unbedingt am Ligakonkurrenten vorbeiziehen und sich von den direkten Abstiegsplätzen lossagen.

Von der Aussicht auf Freibier angespornt erledigten die frisch gebackenen Landesliga-Aufsteiger ihren Teil der Abmachung und bezwangen die Penzinger mit 2:0. „Vielleicht hat es ja wirklich ein bisschen geholfen und ich konnte die Mannschaft zusätzlich motivieren“, ergänzt Kiourkas mit einem Augenzwinkern.

Und natürlich hielt der SCF-Trainer freilich sein Wort und spendierte den Heilbrunnern als Dank für die geleistete Schützenhilfe das Bier. Hundert Liter des bayerischen Grundnahrungsmittels hatte Top-Torjäger Max Specker auf Facebook gefordert: „Darunter bekommen wir keinen Rausch“. Diese stolze Menge konnte Kiourkas jedoch nicht aufbringen: „Hundert Liter waren es nicht ganz, nein. Das Bier haben die Jungs trotzdem angenommen“.

Bad Heilbrunn als Vorbild für Kiourkas und SCF

Der Trainer des SC Fürstenfeldbruck wünscht dem HSV auch über den Sieg gegen Penzing hinaus Erfolg: „Ich hoffe, dass die Heilbrunner nächstes Jahr die Klasse halten und wie bisher weitermachen“. Für Kiourkas ist der Daueraufsteiger auch ein Vorbild: „Wir blicken auch mit etwas sportlichem Neid in Richtung Bad Heilbrunn. Der Verein zeigt, wie man mit wenigen Mitteln viel erreichen kann.“

Viel erreicht hat Kiourkas auch mit dem SC Fürstenfeldbruck. Nach dem sportlichen Neuanfang zur laufenden Saison startete der Verein desaströs in die Spielzeit. Den zehn Hinrunden-Pleiten stand lediglich ein Dreier gegenüber. Doch die Mannschaft kämpfte sich zurück und konnte in der Rückrunde stolze sieben Siege ergattern. Mit einem Punkt Vorsprung auf den Abstiegsrelegations-Platz steht Fürstenfeldbruck nun vor dem packenden Endspiel gegen Verfolger Phönix München.

„Wir werden alles geben“: SCF vor Abstiegs-Endspiel gegen FC Phönix

Am Samstag stehen sich die punktgleichen Liga-Konkurrenten im Saisonfinale gegenüber. „Dass wir überhaupt von einem Endspiel reden können, ist schon ein Wunder. Daran haben nach der Hinrunde nicht mehr viele Leute geglaubt. Doch wenn der letzte Schritt nicht klappt, dann bringt uns die gute Leistung in der Restrunde auch nichts“, betont Kiourkas. Vor der entscheidenden Partie gibt sich der Coach bescheiden: „Für mich ist wichtig, dass wir uns nicht zu viel Druck aufbauen – große Sprüche vor dem Spiel mag ich eh nicht“.

Ein leichtes Unterfangen wird die Aufgabe gegen den FC Phönix jedoch nicht. Das Hinspiel konnten die Münchner mit 2:0 für sich entscheiden und zuletzt musste sich selbst Tabellendritter FC Penzberg gegen den Phönix geschlagen geben. „Die Mannschaft spielt mit viel Leidenschaft und kämpft um jeden Ball. Das wird ein schweres Spiel, doch wir werden alles geben“, verspricht Kiourkas kämpferisch.

Kiourkas: „Müssen endlich vom Bild des ehemaligen Bayernligisten wegkommen“

In Anbetracht des direkten Vergleichs, der in der Bezirksliga dem Torverhältnis vorgezogen wird, muss der SCF zwingend gewinnen. Denn nur so können die Fürstenfeldbrucker auch ohne Ausrutscher des derzeitigen Relegations-Teilnehmers Hertha München den Klassenerhalt sichern. „Ein Unentschieden wäre fatal für uns. Im Hinspiel gegen den FC Phönix mussten wir eine Pleite einstecken und auch gegen die Hertha stehen wir im direkten Vergleich schlechter da“.

Gelingt dem SC Fürstenfeldbruck der Klassenerhalt in der Bezirksliga Süd, möchte Kiourkas die Erwartungshaltung im Vereinsumfeld niedrig halten: „Die Leute dürfen nicht erwarten, dass wir den direkten Aufstieg schaffen. Wir müssen endlich vom Bild des ehemaligen Bayernligisten wegkommen“, fordert er.

Quelle: Merkur.de

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