Kreisklasse 3 kompakt

Schäftlarn kommt unter die Räder - Benediktbeuren mit Pfosten-Pech

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Sein Treffer kommt zu spät: Stefan Raffeiner (re.), Torschütze für den FC Kochelsee Schlehdorf. 

Der TSV Schäftlarn kassiert fünf Gegentreffer in Unterammergau. Beim TSV Benediktbeuren wäre mehr drin gewesen. Der FCKS scheitert an Uffings „Ronaldo“. Die Kreisklasse 3 im Überblick. 

SV Eurasburg-Beuerberg - MTV Berg II 3:1 (2:1)– In einer kampfbetonten, spielerisch wenig ansehnlichen Partie, feierten die Hausherren einen verdienten Sieg gegen den Tabellenletzten. Nachdem der Unparteiische der frühen Führung der Gastgeber in der fünften Minute die Anerkennung wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung verweigerte, produzierten beide Teams über weite Strecken Fehler am Fließband. „Wir waren hinten teilweise katastrophal“, gestand Florian Hartmann, der bei den Gastgebern Trainer Klaus Brand vertrat. Die Gäste wussten damit zunächst jedoch wenig anzufangen. So ging der SVEB durch einen Kopfball von Christian Knobloch mit 1:0 in Führung (16.). Zehn Minuten später erhöhte Matthias Maier im Nachschuss auf 2:0. Ein leichtfertiger Ballverlust im Eurasburger Angriffsspiel ging dem 1:1-Ausgleich durch Ahmed Adlouni (42.) voraus. Im zweiten Durchgang lieferten sich beide Teams einen offenen Schlagabtausch, jedoch ohne zwingende Torchancen, weshalb Aushilfscoach Hartmann die Bemühungen auf dem Platz in die Kategorie „grauenhafter Kick“ einstufte. Den 3:1-Endstand markierte Felix Gellner schließlich per Handelfmeter in der Nachspielzeit.  rst

TSV Peißenberg - TSV Benediktbeuern 2:0 (1:0) – Die Punkte für den Klassenerhalt können die Benediktbeurer zwar noch gegen die direkten Konkurrenten sammeln. Doch der eine oder andere Zähler gegen Favoriten würde auch nicht schaden, meint Trainer Thomas Gärner. Und gegen den Tabellendritten wäre durchaus mehr drin gewesen. „Bis auf die erste Viertelstunde waren wir auf Augenhöhe.“ Da hatten die Gastgeber mehr Chancen, gingen bald in Führung. „Aber dann sind wir besser ins Spiel gekommen“, meint Gärner. Die beste Chance vergab Benedikt Guggemos, der doppelt am Pfosten scheiterte. „Nach der Pause war es ein offenes Spiel.“ Franz Rest setzte seine Direktabnahme knapp vorbei, Albert Schandl scheiterte per Kopf am Torwart, die nächste Kugel nach einer Ecke wurde noch von der Linie gekratzt, erneut Schandl brachte den Ball frei vor dem Keeper nicht im Kasten unter. Und den Platzherren reichte eine zwingende Aktion für die Entscheidung: Johannes Jungmann setzte sich durch und zimmerte seinen Weitschuss zum 2:0 in den Winkel.  nic

SV Uffing - FC Kochelsee Schlehdorf 2:1 (2:0) – „Ronaldo lässt grüßen“, sagt FCKS-Trainer Klaus Fahrner über den Traumtreffer des Uffingers Georg Kutter zum 2:0. Per Fallrückzieher versenkte er den Ball vom Strafraumrand im Tor und sicherte mit diesem Kunstschuss dem Spitzenreiter die nächsten drei Punkte. Schlehdorf fand nur selten einen Weg direkt vor den Uffinger Kasten. Oft standen die Gäste auf guten Positionen, doch ihnen fehlte der verletzte Matthias Leiß als „zentrale und fixe“ Person im Angriff, betont Fahrner. Ersatzmann Yuri Schindler schwärmt lieber in alle Richtungen aus. Entsprechend wenig Chancen erspielte der FCKS trotz einer guten zweiten Halbzeit. Stefan Raffeiners Treffer (90.) kam zu spät. Auch eine rote Karte, die Schiedsrichter Yunis Widholz ein paar Minuten zuvor verpasste, hätte am Ausgang nichts geändert. „Die war nicht spielentscheidend“, betont Fahrner. Vielmehr rechnet er sich den größten Lapsus selbst an: Er habe die ersten 30 Minuten vercoacht, weil er das Uffinger System nicht von Anfang an durchschaute. Bis die Umstellungen fruchteten, führte der SVU schon 2:0. Zudem patzte Torwart Florian Lantenhammer beim 1:0 von Christoph Seidl. In dieser Situation verletzte sich obendrein Sebastian Lautenbacher.  ak

WSV Unterammergau - TSV Schäftlarn 5:1 (2:0) – Nicht viel zu ernten gab es für die Schäftlarner Fußballer in Unterammergau – betrachtet man das Ergebnis für sich. TSV-Trainer Patrick Motzkau sah jedoch durchaus gute Möglichkeiten in der Anfangsphase, die seiner Elf einen Vorteil hätten bringen können. Dann brachte jedoch Ferdinand Brauchle die Hausherren bis zur Pause mit zwei Toren in Führung (18., 40.). „Unter unserer Mithilfe“, kritisierte Motzkau. Stefan Wagner baute den Vorsprung zehn Minuten nach Wiederbeginn auf 3:0 aus, ehe Christian Lichtenegger in der 68. Minute der Anschlusstreffer für Schäftlarn gelang. „Das war noch einmal ein Hoffnungsschimmer, doch der nächste Gegentreffer kam zu schnell“, sagte Schäftlarns Coach. Wagner gelang nämlich postwendend das 4:1, und Christian Kolb traf acht Minuten vor Schluss zum 5:1-Endstand. Motzkau glaubt weiterhin an den Klassenerhalt: „Wir müssen nur endlich einmal die Dinge, die wir können, auch auf den Platz bringen.“  tw

Quelle: Merkur.de

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