FCP schafft nach 0:3-Rückstand noch ein 3:3

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Kein Durchkommen gab es für die Pipinsrieder im ersten Durchgang gegen die engmaschige Vilzinger Verteidigung.

FC Pipinsried - Was für ein Krimi! Dank einer enormen Leistungssteigerung im zweiten Durchgang hat der FC Pipinsried ein verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer gerissen. Nach einem 0:3-Rückstand erreichte der Bayernligist gegen die DJK Vilzing noch ein 3:3 (0:2).

Die nach den jüngsten Erfolgen im Derby gegen 65 Dachau (3:2) und in Landsberg (4:1) auf Wolke sieben in die FCP-Arena eingeschwebten Bayernligakicker des FC Pipinsried sind von einem glänzend eingestellten Aufsteiger jäh auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Zur Pause führte der Vizemeister der Landesliga Mitte völlig verdient mit 2:0. Und das, obwohl der tschechische Michal Strajt, der die DJK Vilzing im vergangenen Spieljahr mit 16 Treffern und 13 Torvorlagen in die Bayernliga geschossen hat, nur auf der Bank saß.

Die Pipinsrieder waren im dritten Heimspiel der noch jungen Saison 2014/2015 nicht wiederzuerkennen. Die Hausherren taten viel zu wenig für die Offensive, sie reagierten anstatt selbst die Initiative zu übernehmen und gingen, wenn es dann doch mal in Richtung DJK-Kasten ging, viel zu pomadig zur Sache. Die Ausnahme war Dominik Schön, der Routinier hatte auch die beiden einzigen Torchancen des FC Pipinsried im ersten Durchgang. In der 27. Minute verzog er aus 20 Metern knapp, und zehn Minuten später traf er aus ähnlicher Entfernung nur die Lattenoberkante.

Besser machten es die Gäste, die geduldig auf ihre Chancen warteten – und dann eiskalt zuschlugen. Innerhalb von nur 180 Sekunden stellten sie kurz vor dem Pausenpfiff des Schiedsrichters auf 2:0, sie gaben FCP-Spielertrainer Tobias Strobl so einiges am Munition für dessen geharnischte Halbzeitansprache. Nach dem Seitenwechsel gabs nach einer knappen Viertelstunde die nächste kalte Dusche für den FCP. Der Schiedsrichter-Assistent hab nach einer Abwehraktion von Strobl im Strafraum die Fahne. Schiedsrichter Dr. Sven Laumer, er hatte kein Vergehen des Pipinsrieder Spielertrainers gesehen, lief zu seinem Linienrichter und deutete dann auf den Punkt. Markus Dietl, der bereits das 2:0 erzielt hatte, verwandelte den Handelfmeter sicher (57.).

Und es blieb turbulent, denn wenig später gelang auch dem FC Pipinsried ein Doppelschlag. Nach den Treffern von Joker Junis Ibrahim (63.) und Dominik Schön (65./Handelfmeter) hatten die Hausherren das Momentum zurückerobert.

Für das längst verdiente 3:3 sorgte Giovanni Goia eine Viertelstunde vor Schluss. Und um ein Haar wäre Junis Ibrahim sogar noch der Siegtreffer gelungen, doch in der Nachspielzeit scheiterte er nach einem Sololauf am Gästekeeper Michael Riederer.

Tobias Strobl: „Die erste Halbzeit war zum Vergessen, da spielten wir mit vier, fünf Dummies. Nach einer Stunde wurde es besser, so müssen wir mit dem einen Punkt zufrieden sein.“

Quelle: fussball-vorort.de

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