Schaulaufen vor dem Massenabschied

- VON OLF PASCHEN Emmering - Emmerings Bezirksliga-Fußballer wollen sich offenbar nicht nachsagen lassen, vor ihrem Wechsel zu anderen Vereinen nur noch mit halber Kraft zu spielen. Mit einem nur etwas zu hoch ausgefallenen 6:0 wurden im Hölzl die erschreckend schwachen Gäste aus Garmisch vorgeführt. Nach jetzt neun Punkten in Folge und 180 Minuten ohne Gegentor könnte der FCE sogar wieder im Kampf um die Aufstiegsplätze mitreden.<BR>

An Trainer Sebastian Hartl jedenfalls soll es nicht liegen. Der Coach kritisierte den eher müden Kick seiner Mannschaft in der ersten halben Stunde, erst danach sei Fußball gespielt worden. "Daran müssen wir noch arbeiten, auch wenn es nur noch ein paar Spiele sind", kündigte der Trainer an. <P>Tatsächlich brauchten die Platzherren einige Zeit, um warm zu werden. Ab der 28. Minute schlug es im gegnerischen Kasten aber im Zwei-Minuten-Takt ein. Die Führung durch einen Abstauber von Alexander Boos nach einem Freistoß von Markus Ließ an den Pfosten war noch etwas glücklich, danach aber wurde Garmischs reichlich unsortierte Abwehr vorgeführt. Besonders schöne Tore waren die Volley-Abnahme von Ließ zum 3:0 und der Treffer von Thomas Loder, der cool den gegnerischen Schlussmann umspielte. <P>Für die Gäste sprach, dass sie sich auch nach einem 0:4-Rückstand zur Pause nicht ganz vorführen lassen wollten. In der 57. Minute weckten sie Emmerings Schlussmann Florian Eckl mit dem ersten ernsthaften Torschuss, in der 70. Minute rettete der Pfosten das zu Null. Kurz darauf sorgte Boos für das 5:0, in der Schlussminute tauchten noch einmal vier allein gelassene FCE-Angreifer vor Garmischs bedauernswertem Keeper Sebastian Schmölzl auf. Markus Ließ sorgte schließlich für den Endstand. <P>Garmischs Technischer Leiter Christoph Buchwieser machte nach dem 0:6 die verlorene "taktische Ordnung" seiner Elf für die haushohe Niederlage verantwortlich. Vielleicht fehlte es auch am eigentlichen Coach. Spielertrainer Gerhard Schmidt liegt seit dem Spiel in Oberweikertshofen mit einem mehrfachen Rippenbruch immer noch im Brucker Kreiskrankenhaus. <P></P>

Quelle: Merkur.de

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