Pullach erobert Spitzenposition zurück

Schiri lobt Schmöller-Elf: Spielbesitz wie bei Bayern

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Ballbesitz verteidigen: Geschickt blocken die Pullacher Christoph Dinkelbach (l.) und Andreas Roth einen Dachauer ab.

SV Pullach - Prima Oster-Ausbeute mit vier Punkten für den SV Pullach. Torwart-Oldie Michi Hofmann glänzt als starker Rückhalt. Der Lohn ist die Tabellenführung.

Ein Heimsieg und ein Remis in der Fremde innerhalb von drei Tagen: Das ist auch für ein Spitzenteam wie für den SV Pullach eine ordentliche Bilanz. Dazu kommt der positive Effekt der Ergebnisse aufs aktuelle Klassement der Bayernliga Süd. Dank der vier Punkte aus dem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen den TSV 1865 Dachau und dem 1:1 (0:1) beim SV Kirchanschöring haben die Raben wieder die Tabellenführung übernommen, einen Zähler vor dem VfR Garching.

Und so zeigte sich auch Trainer Frank Schmöller mit der Oster-Ausbeute zufrieden, zumal die Voraussetzungen gerade vor dem Gastspiel beim SV Kirchanschöring, der seine Heim-Partie am Samstag gegen Vilzing abgesagt hatte, durchaus schwierig waren: „Wir hatten am Samstag kein einfaches Spiel, der Gegner konnte sich ausruhen. Dazu hatten wir die weite Busanreise in den Beinen, der Platz war tief, es waren viele Zuschauer da“, listete Schmöller einige Faktoren auf, die gegen sein Team hätten sprechen können. „Ich glaube schon, dass sich Kirchanschöring von der Absage am Samstag etwas für das Spiel gegen uns versprochen hat, aber wir waren die aktivere Mannschaft.“

Tatsächlich diktierten die Raben vor 616 Besuchern klar das Geschehen. „Der Gegner hat sich von Anfang an hinten reingestellt, wir hatten gefühlte 80 Prozent Ballbesitz. Sogar der Schiedsrichter hat hinterher gemeint, das war ja wie bei den Bayern“, so Pullachs Coach. „Schade war nur, dass wir nach einer Verkettung von unglücklichen Aktionen diesen Konter gefangen haben. Es war unser einziger Fehler.“ Den nutzte Alexander Köberich in der 22. Minute zum 1:0 für die Hausherren, die ihren Abwehrriegel nun noch verstärken konnten. Nur einmal tat sich eine entscheidende Lücke auf, die der eingewechselte Tim Sulmer nach einem abgefälschten Schuss von Christoph Dinkelbach eiskalt nutzte (70.). „Ansonsten hatten wir nicht die hundertprozentigen Torgelegenheiten“, gab Schmöller zu. „Das ist auch der einzige Kritikpunkt, allerdings ist es schwer, wenn es der Gegner so eng macht.“

Nach dem Ausgleich nahm der Trainer, der zuvor alle Offensiven eingewechselt hatte, zudem wieder etwas Risiko aus dem Spiel, was dazu führte, dass sich Stürmer Marco Gröschel in der rechten Verteidigerposition wiederfand. Eine Rolle, in der er sich ebenso bewährte wie zuvor im Angriff. Nur ein Beispiel für das geschlossene Auftreten der Raben, die in Kirchanschöring auch richtig gut Fußball spielten.

Zwei Tage zuvor, gegen Dachau hatten sie sich trotz des Sieges schwerer getan. „Dachau ist eine sehr gute Mannschaft“, betonte Manager Theo Liedl und lobte seinen Keeper Michael Hofmann: „Er hat zwei, drei Chancen überragend pariert.“ Das war die Grundlage für den Sieg. Kurz nach einem wegen angeblicher Abseitsstellung nicht anerkannten Kopfballtreffer von Menelik Ngu’Ewodo brachte Dinkelbach die Raben doch in Führung (32.).

In der Schlussphase stachen dann die Joker: Grgur Rados ließ zwei Mann stehen und bediente den heranstürmenden Alexander Weiss, der noch den Torwart umkurvte und einschob (73.). Rados war zu diesem Zeitpunkt acht, Weiss gerade mal fünf Minuten auf dem Feld. „Es hat nicht unbedingt die bessere Mannschaft gewonnen. Wir haben uns zu viele Ballverluste erlaubt. Aber wir haben eben die Qualität, um dann trotzdem die entscheidenden Tore zu machen“, so Schmöller nach dem Dachau-Spiel.

Quelle: fussball-vorort.de

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