Schlagerstar Hinterseer: Neffe stürmt für den FCI

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Berühmter Onkel: Volksmusiker Hansi Hinterseer.

FC Ingolstadt - Lukas Hinterseer stürmt für den FC Ingolstadt. Er ist nicht der einzige in der Familie, der mit Talent gesegnet ist. Sein Opa ist Slalom-Olympiasieger, sein Onkel Schlagerstar Hansi Hinterseer.

Ein Tiroler Bergpanorama vor dem Fenster hat schon was, keine Frage. Jahrelang konnte Lukas Hinterseer diesen Anblick täglich genießen, ehe er vergangenen Sommer nach Deutschland zog, um mit dem FC Ingolstadt die 2. Bundesliga aufzumischen; am Montag geht es gegen den TSV 1860. „Ich möchte nicht sagen, dass es bei mir zu Hause schöner ist“, sagt der österreichische Torjäger mit einem Schmunzeln, „aber weil ich die Berge gewöhnt bin, gehen sie mir schon ein wenig ab.“ Angesichts dieser alpinen Pracht vor der Haustüre also leicht verständlich, dass es große Teile seiner Verwandschaft auf die weißen Pisten, statt den grünen Rasen zog.

Opa Ernst ist Slalom-Olympiasieger und auch Vater Guido sowie Onkel Hansi fuhren im Skiweltcup. Zweiterer ist darüber hinaus ein erfolgreicher Schlagersänger. Als Kind und Jugendlicher machte auch der kleine Lukas die Pisten der Kitzbüheler Alpen unsicher, „aber Fußball war von Anfang an meine Nummer eins“, sagt der heute 23-Jährige, „Skifahren war mehr ein Hobby.“ Zurzeit kann der Sturmtank diesem Hobby aber nicht mehr regelmäßig nachgehen. „Es wäre ja nicht optimal, wenn ich am Montag mal den Trainer anrufen müsste und ihm sagen, dass ich mir beim Skifahren das Schienbein gebrochen habe.“ Mit sowas seine Karriere aufs Spiel zu setzen – dafür ist Hinterseer viel zu ehrgeizig. Im Alter von 14 Jahren kam er in die Tiroler Nachwuchsakademie; mit 17 ging es zu den Amateuren von Wacker Innsbruck und schon ein Jahr später zu den Profis.

Der absolute Durchbruch sollte aber erst über Umwege gelingen: Zweimal ließ sich der Jungstar in die 2. Bundesliga Österreichs verleihen. Dort sammelte er Spielpraxis und Erfahrungen fürs Leben. „Du bist auf einmal weg aus deinem gewohnten Umfeld“, sagt Hinterseer, „das ist gut für die persönliche Entwicklung.“ Richtig „Klick“ machte es jedoch erst in der vergangenen Saison – trotz 13 Hinterseer- Treffern stieg sein Klub Wacker Innsbruck aber aus der österreichischen Bundesliga ab. Der folgende Schritt zum FC Ingolstadt sollte den Durchbruch bringen. Stammspieler und Toptorjäger beim Tabellenführer darf sich Hinterseer mittlerweile nennen. Während seine Blicke über die topmoderne Anlage des FCI schweifen, kommt der junge Österreicher gar nicht mehr raus aus dem Schwärmen über seine neue Heimat, lobt die „tollen Trainingsbedingungen“ und „die junge, hungrige Mannschaft“.

Bei der Integration half auch Trainer und LandsmannRalph Hasenhüttl tatkräftig mit. „Eine Österreicher-Bevorzugung gibt es für mich aber nicht“, meint Hinterseer grinsend. Angesichts seiner bisherigen Leistungen wäre diese auch gar nicht notwendig. Bereits sieben Treffer erzielte er in der laufenden Saison. „Unser Spielstil liegt mir einfach“, meint der Tiroler. „Ich bin einer, der vielleicht viele Kilometer umsonst macht, aber das passt genau zu unserem System: vorne die Verteidiger anzuzusprinten, sie zu Fehlern zu zwingen.“ Nach Balleroberung geht Hinterseer dann in die Tiefe und sucht den Abschluss.

„An der Erfolgsquote kann ich aber noch arbeiten“, zeigt er sich selbstkritisch. Über eine etwas bessere Bilanz verfügt mit 13 Treffern jedenfalls Landsmann und Nationalmannschaftskollege Rubin Okotie, der ihm am Montag mit dem TSV 1860 gegenüber stehen wird: „Beim Hinspiel hat er uns ja einen eingeschenkt – deswegen hoffe ich, dass sein Pulver für Montag schon verschossen ist“, sagt Hinterseer. Ein weiterer Sieg wäre auch der nächste Schritt Richtung Aufstieg. Im familieninternen Berühmtheitsranking würde er in diesem Fall wohl näher an Onkel Hansi und Opa Ernst heranrücken. „Wenn wir es in die Bundesliga schaffen und ich dort ein paar Tore schieße, wird es vielleicht ein bisschen ausgeglichener“, meint Hinterseer mit einem Augenzwinkern.

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Quelle: fussball-vorort.de

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