FCU-Verteidiger bei Militär-WM im Oman

Schlottner: "Nordkorea ist Geheimfavorit"

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Uwe Schlottner läuft für die BW-Auswahl bei der WM im Oman auf.

FC Unterföhring - Uwe Schlottner vertritt Deutschland zur Zeit bei der Militär-WM im Oman. Im Vorort-Interview spricht er über Ziele, Gegner und freundschaftlichen Beziehungen zu anderen Nationen.

Den Auftakt bei der Weltmeisterschaft im Oman hat die Deutsche Bundeswehr-Nationalmannschaft am Montag knapp mit 1:2 verloren. Unterföhrings Verteidiger Uwe Schlottner steht im Kader, schaffte es aber im ersten Spiel nicht in die Startelf. Da er die Qualifikation zur WM verpasst hatte, musste er zunächst auf der Bank Platz nehmen. Im Vorort-Interview spricht er über das Turnier, die Gegner der deutschen Elf und das Aufbauen freundschaftlicher Beziehungen zu anderen Nationen. 

Wie wichtig ist diese WM für euch? Bekommt ihr auch „Druck“ von eurem Arbeitgeber und gibt es Spieler mit Profi-Erfahrung in eurer Mannschaft?

Druck machen wir uns selber, weil wir natürlich gut abschneiden wollen. Wir sind kein Profiverein, dass weiß natürlich auch unser Arbeitgeber. Wird sind in erster Linie Soldaten, die hier als Fußballer antreten. Wir haben eine handvoll Spieler, die maximal Regionalliga Erfahrung haben. 

Beim FCU bist du Stammspieler. Gilt das auch in der BW-Nationalmannschaft? 

Stammspieler kann man so nicht sagen, da ich seit langer Zeit mal wieder dabei bin. Vor dem Turnier habe ich für die Bundeswehr immer gespielt. Meine Position: Dort wo der Trainer mich sieht, aber meistens als rechter Verteidiger oder im rechten Mittelfeld.

Ihr trefft neben Algerien noch auf Nordkorea und den Iran. Mit Blick auf den „normalen“ Weltfußball sind das nicht die allergrößten (Fußball)-Nationen. Wie sieht's damit bei den Militär-Auswahlen aus? 

Diese Militärauswahlen sind immer gut aufgestellt und bringen sehr gute Fußballer mit. Da können auch schon mal Profis dabei sein. Wie diese Spieler dann beim Militär landen bzw. wie es dann letztendlich verkauft wird, dass sie dabei sind, ist mir nicht immer klar und schwierig nachzuvollziehen. Algerien ist zweimaliger Militärweltmeister, Nord-Korea wird als Geheimfavorit gehandelt. 

Manche eurer Gegner zählen aus Sicht der Bundeswehr nicht unbedingt zu den Verbündeten. Gibt es von euren Vorgesetzten vor solchen Spielen besondere Ansagen?

Nein, das hat nicht mit Verbündeten oder Nicht-Verbündeten zu tun. Wir sind Fußballer der Bundeswehr.

Es heißt ja, „Sport verbindet“. Kann man trotz teilweise politischer Differenzen eurer Heimatländer mit Spielern anderer Nationen ins Gespräch kommen und vielleicht sogar Freundschaften schließen?

 Das Motto der Militärsport-Organisation lautet: Friendship through sport (Freundschaft durch Sport, Anm. d. Red.) ... alles andere ist kein Thema. Es entstehen freundschaftliche Beziehungen mit anderen Nationen. Unsere Bundeswehr-Fußballnationalmannschaft hat einige durch den Militärfußball geknüpft (England, Irland, Frankreich, Holland, Polen...). Und weitere werden folgen, aber das geht nicht von heute auf morgen. Dazu muss man gegenseitige Besuche im Land durchführen, dann kommt so was von selbst.

 

Quelle: fussball-vorort.de

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