Biergarten-Überraschung in Bayern - Eil-Entscheidung gilt ab sofort

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Schlüssel für die Viererkette

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Neuer Mann für die Defensive: Quirin Löppert (r.) ist ab sofort spielberechtigt.

Heimstetten - Gut für den auf dem Relegationsplatz geparkten Bayernligisten SV Heimstetten, dass die Liga heuer unglaublich ausgeglichen ist. Jeder scheint jeden schlagen zu können.

Also muss die Elf des Trainers Claus Schromm auch keine Angst vor dem Tabellensechsten FSV Erlangen-Bruck haben, der an diesem Samstag von 16 Uhr an im Sportpark gastiert.

Schlecht für den Münchener Vorstadtclub ist aber, dass allein die Theorie grau ist. Was hilft es, sich stets auf Augenhöhe mit dem Gegner zu bewegen, wenn am Ende nur der Blick durchs viel zitierte Ofenrohr bleibt? Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Schromm vor dem Spiel sagt: „Irgendwann müssen wir jetzt mal gewinnen.“

So ausgeglichen die Bayernliga auch sein mag: Was gut strukturiertes und präzises Spiel nach vorne anbelangt, gibt im FSV Erlangen-Bruck die „Nummer 1“ ihre Visitenkarte in Heimstetten ab. Zumindest sagt das Schromm. Nach seiner Einschätzung liegt das nicht nur daran, dass bei den Franken der frühere Bundesliga-Profi vom 1. FC Nürnberg und ehemalige tschechische Nationalspieler Tomas Galasek im Mittelfeld die Strippen zieht und an vorderster Front in Peter Heyer der Top-Torjäger der Liga stürmt. Erlangen kommt vielmehr als Kollektiv daher. „Das ist eine sehr gut eingespielte Mannschaft“, sagt der SVH-Coach.

Stratege Schmitt ist besonders gefragt

Das Schloss zur Tür, die dem Heimstettener Erfolg im Wege steht, ist gemäß Schromms Expertise hingegen wackelig. „Ich denke, Erlangen hat Defizite in der Viererkette.“ Deshalb, und weil der SV Heimstetten seine Schwächen heuer ohnehin im Torabschluss hat, hat Schromm im Training den passenden Schlüssel zu diesem Schloss blank gewienert. „Wir haben den Schwerpunkt darauf gelegt, uns nach Balleroberung schnell vor des Gegners Tor zu kombinieren, wenn er in der Defensive noch ungeordnet ist.“ Und er habe dabei Fortschritte seiner jungen Mannschaft ausgemacht. Das Spiel schnell machen, wenn es geboten ist, dabei aber nicht kopflos agieren, das ist die Devise für die SVH-Offensive. Besonders gefragt sind also die Strategen, allen voran Kapitän Dominik Schmitt. Auch ihn hat Schromm versucht, auf die wichtige Partie optimal vorzubereiten. „Er hat einmal frei bekommen. Nach seiner langen Verletzung und dem Blitzstart war es ein bisschen zuviel für ihn.“

In der Defensive steht Schromm mit diesem Spieltag eine weitere, starke Alternative zur Verfügung. Quirin Löppert hat sich dem Verein angeschlossen und bereits das Spielrecht erhalten. Zuletzt stand der 23-Jährige beim Schweizer Zweitligisten FC Vaduz unter Vertrag. Nach der Demission des Trainers Pierre Littbarski trennte auch er sich von dem Liechtensteiner Verein, davor spielte drei Jahre für die Spielvereinigung Unterhaching in der Bayernund in der Regionalliga. Seine Jugendvereine waren der FC Bayern und die SpVgg Unterhaching. Zwar braucht Heimstetten eher einen Strafraum- Stürmer, aber nachdem Innenverteidiger Raffael Mayer länger ausfallen wird (Fingerbruch) und Löppert auch die „Sechs“ geben kann, zeigte sich Manager Michael Matejka sehr froh über Löpperts Verpflichtung. „Er kann der Mannschaft weiterhelfen.“

Voraussichtliche Aufstellung: Lehner, Paul, Malenoff, Schmalhofer, Toy, Moll, Kubica, D. Schmitt, C. Schmitt, Oretan, Aydemir.

Quelle: fussball-vorort.de

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