Ex-Pipinsried-Spielertrainer ist besonders heiß

Schmöller bremst Ömer Kanca

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Frank Schmöller hat einer möglichen Übermotivation bei Ömer Kanca mit einem Gespräch vorgebeugt.

SV Pullach - Schwach gestartet, zuletzt aber deutlich verbessert: Die Spitzenteams des Vorjahrs, SV Pullach und FC Pipinsried, kämpfen am Sonntag (14 Uhr) um eine Fortsetzung ihres Aufwärtstrends.

Im April schäumte Theo Liedl vor Vorfreude fast über: „So ein Spiel hat es in der Vereinsgeschichte des SV Pullach, seit der Gründung 1946, noch nie gegeben“, schwärmte der SVP-Manager vor dem Heimspiel gegen Pipinsried. Tatsächlich war dies der große Hit der 31. Runde der Spielzeit 2014/2015: 580 Zuschauer wollten das Aufeinandertreffen des damaligen Spitzenreiters aus dem Isartal, der zuvor 14 Partien in Serie gewonnen hatte, gegen den Zweiten aus dem Dachauer Hinterland sehen. Am Ende stieg aber keiner der beiden Kontrahenten auf: Die Raben verkündeten nach dem Spiel, aufgrund der fehlenden Rahmenbedingungen erst gar keine Regionalliga-Lizenz zu beantragen (was Liedls Freude deutlich trübte) und ließen in der Folge auch sportlich nach. Letztlich wurden sie Zweiter hinter dem TSV Rain, aber vor Pipinsried, das statt des SVP die Relegation bestreiten durfte und scheiterte.

In der laufenden Saison weckt die Begegnung weitaus weniger Interesse, weil beide Mannschaften Anlaufprobleme hatten: Pullach liegt auf Platz sieben, Pipinsried auf Rang 13. Doch das sportliche Potenzial ist unbestritten, beide Teams haben es zuletzt mit drei Siegen in Folge unter Beweis gestellt. „Es ist diesmal bestimmt nicht weniger attraktiv“, glaubt SVP-Coach Frank Schmöller, der seinem Gegenüber Bernd Weiß Respekt zollt: „Der Trainer scheint gute Arbeit zu leisten.“ Pikant: Weiß beerbte Ömer Kanca, der danach als Spieler zum SVP wechselte. Mit gerade mal 25 Jahren war der ehemalige Hachinger beim FC Pipinsried eingestiegen, dessen Boss Konrad Höß ein Faible für Spielertrainer hat, doch die Zusammenarbeit mit Kanca bald beendete. „Für ihn ist es ganz bestimmt kein normales Spiel“, so Schmöller, der deshalb das Gespräch mit Kanca suchte, um einer möglichen Übermotivation des Offensivmannes vorzubeugen: „Ich habe ihm gesagt, er wird es nicht alleine entscheiden, aber er kann einen großen Beitrag dazu leisten.“ Sollten sich die Raben, bei denen Bernd Häfele (Adduktoren) wohl pausieren muss, dafür Tim Sulmer (nach Knöchelverletzung) zurückkehrt, durchsetzen, dürfen sie schon wieder nach oben schielen. Der Rückstand auf Rang zwei beträgt nur noch fünf Zähler. In Richtung Relegationsränge – und damit auch zu Pipinsried, der nur aufgrund des Torverhältnisses auf einem Nichtabstiegsplatz liegt – sind es allerdings genauso wenige. „Man muss ehrgeizig sein und nach oben schauen, aber auch den unteren Bereich nicht aus den Augen verlieren“, ist Schmöller vorsichtig geworden.

SV Pullach: Hofmann - Purschke, Königer, Benede, Beierkuhnlein, Dinkelbach, Leugner, Roth, Schuster, Kanca, Ngu’Ewodo

Quelle: fussball-vorort.de

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