SVP-Coach hadert mit Spielfeld

Schmöller: "Ein Platz für Kühe, nicht für Fußball"

F: Leifer

Auch wenn dem SV Pullach der sechste Sieg in Serie verwehrt blieb, zeigte sich Trainer Frank Schmöller nach dem 1:1 (0:1) beim TuS Holzkirchen doch „mehr als zufrieden mit dem Unentschieden“, vor allem, weil er das Ergebnis nicht isoliert betrachtete: „Wir haben jetzt sieben Punkte aus einer englischen Woche mit drei Auswärtsspielen geholt, das ist absolut okay.“

Schon unmittelbar nach dem 2:0-Sieg bei der U21 des TSV 1860 München hatte Schmöller schwindende Kräfte bei seiner Truppe ausgemacht. Und dieser Faktor spielte unter den Bedingungen in Holzkirchen durchaus auch noch eine Rolle, wie der Coach fand: „Erstens hat man gemerkt, dass wir am Mittwoch gegen einen Gegner spielen mussten, der ein hohes Tempo ging. Und zweitens war der Platz absoluter Wahnsinn. Das soll keine Ausrede sein, das gilt ja für beide Mannschaften. Aber das war ein Platz für Kühe, nicht für Fußball.“

Bei solchen Bodenverhältnissen hilft gepflegtes Kurzpassspiel nicht weiter und die erste Pullacher Chance entsprang dann auch einem 40-Meter-Freistoß von Alexander Benede, mit dem er Torwart Benedikt Zeisel zwar überraschte, doch die Latte stand der frühen Führung im Weg (5.), die den Gästen möglicherweise vieles erleichtert hätte. So aber mussten sie bald einem Rückstand hinterherlaufen: Franz Fischer traf per Flugkopfball (21.). „Ein wunderbares Tor“, gab Schmöller zu, doch er sah auch die eigenen Fehler: „Wir wussten, Holzkirchen kommt gut über die Außen, haben aber die Flanke nicht verhindert. Und in der Mitte kommt er zwischen zwei Spielern von uns zum Kopfball.“

Warum Schmöller auf den sehenswerten Treffer gerne verzichtet hätte, war klar: „Für die Mannschaft, die eher Fußball spielen will, ist der tiefe Boden schwierig, insbesondere, wenn du 0:1 hinten liegst.“ Doch der SVP nahm die Schwierigkeiten an, hatte schon vor der Pause durch Christoph Dinkelbach (24.) und Martin Bauer (30.) gute Möglichkeiten zum Ausgleich, der dann kurz nach dem Wechsel fiel: Der von Daniel Leugner schön angespielte Lukas Dotzler setzte sich energisch durch und traf (54.). „Das war von beiden sehr gut gemacht, das hätte ich mir von beiden aber auch öfter gewünscht“, kommentierte Schmöller trocken das 1:1, bei dem es blieb, weil jede Seite einen Matchball vergab: Dotzler war nach einer Unsicherheit von Zeisel zu überrascht, um den Abpraller zu verwerten (69.), Holzkirchens Julian Allgeier traf freistehend den Ball nicht richtig (88.). „Es war ein leistungsgerechtes Ergebnis eines intensiven Spiels“, bilanzierte Schmöller.

Quelle: fussball-vorort.de

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