SV Pullach klopft ganz oben an

Schmöller-Elf kann Tabellenführung übernehmen

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Extralob für Theo Liedl (Foto): „So einen Mann im Rücken zu haben, bedeutet für mich ein fantastisches Arbeiten“, sagt Pullachs Trainer Frank Schmöller.

SV Pullach - Der SV Pullach jagt die Spitzengruppe: Die Raben könnten mit einem Heimsieg am Samstag (15 Uhr) gegen den TSV 1860 Rosenheim sogar die Tabellenführung übernehmen.

Klar, es müsste einiges passieren in den anderen Partien. Doch, sollte der aktuelle Liga-Primus TSV Landsberg zuhause gegen den Sechsten TSV 1865 Dachau verlieren, sich der Zweite FC Unterföhring und der Vierte VfR Garching im Derby-Schlager die Punkte teilen und der Dritte 1. FC Sonthofen bei Schlusslicht SpVgg Ruhmannsfelden nicht gewinnen, dann läge der SVP, einen Sieg mit zwei Toren Unterschied vorausgesetzt, plötzlich vorne. Ein bisschen viel Theorie, zugegeben. Klar ist aber: Die Pullacher haben den Anschluss an die Top-Teams der Bayernliga Süd geschafft. Und da taucht am Horizont schon wieder die Frage auf, ob der Verein in dieser Saison realistische Möglichkeiten hat, die Voraussetzungen für den Erhalt der Regionalliga-Lizenz herzustellen. Eine Frage, die zumindest die sportliche Leitung derzeit (noch) zurückweist. „Dazu äußere ich mich nicht. Das mache ich vielleicht, wenn wir im Dezember auch noch vorne sind“, stellt Trainer Frank Schmöller klar und verweist auf die schwere Krise, die sein Team in der laufenden Runde schon durchgemacht hat: „Vor vier Wochen haben wir noch den Abstiegskampf ausgerufen und den Plan B für die Landesliga diskutiert. Theo (SVP-Manager Liedl - d. Red.) und ich wollten zwar das Umfeld mit diesen Aussagen auch wachrütteln. Aber wir waren schon ernsthaft beunruhigt, denn die Mannschaft hatte einen extrem negativen Lauf.“

Einen Lauf, den sie nun in umgekehrter Richtung fortzusetzen scheint: acht Partien ohne Niederlage, fünf Siege am Stück. „Die Truppe hat sich mit einer tollen Leistung wieder rausgekämpft“, lobt Schmöller seine Spieler.

Vor allem aber gilt sein Dank Theo Liedl, dem SVP-Macher: „Sein Anteil kommt mir in der Berichterstattung immer ein bisschen zu kurz. Theo ist ruhig geblieben, hat die Situation analysiert und die richtigen Entscheidungen getroffen. Und er hat es möglich gemacht, dass drei Leute kommen. Das bedeutet für mich fantastisches Arbeiten mit so einem Mann im Rücken.“

Dank Liedls uneingeschränkter Unterstützung darf sich Schmöller, der seine Grippe auskuriert hat und alle Trainingseinheiten dieser Woche leitete, über einen prall gefüllten Kader freuen. Gegen Rosenheim wird wohl nur der beruflich eingespannte Richard Heckel fehlen. Doch es gibt genug Anwärter, die sich, wie der Kapitän, im Abwehrzentrum oder unmittelbar davor wohl fühlen. So könnte etwa der regionalligaerprobte Alexander Benede von der Bank in die Startelf rücken. „Ich bin in der komfortablen Lage, wirkliche Alternativen zu haben, nicht nur auf Heckels Position“, freut sich Schmöller. „Auch vorne, wo es Marco Gröschel immer sehr gut macht, wenn er reinkommt, wo Maxi Schuster wieder fit ist und wo Tim Sulmer in Sonthofen sehr gut gespielt hat. Das könnte das große Plus sein, nicht nur für dieses Spiel, sondern für die ganze Saison.“ Zunächst gilt es aber die schwere Aufgabe gegen den Regionalligaabsteiger und Tabellenachten Rosenheim zu meistern. „Die haben selber noch alle Chancen. Man sieht einfach, wie eng es in dieser Bayernliga zugeht“, verweist Schmöller auf die Ausgeglichenheit des Feldes. Besteht da sogar die Gefahr, dass Plan B, der für die Landesliga, noch einmal aus der Schublade gezogen werden muss? „Das glaube ich nicht. Dazu haben wir einfach zu viel Qualität in der Mannschaft.“

SV Pullach: Hofmann - Purschke, Königer, Leugner, Beierkuhnlein, Häfele, Benede, Dinkelbach, Sulmer, Ngu’Ewodo, Roth

Quelle: fussball-vorort.de

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