Schmöller grummelt trotz Auswärtssieg

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Frank Schmöller war mit der spielerischen Leistung seiner Elf nicht zufrieden.

SV Pullach - Es war kein Fußball-Schmankerl, aber zumindest das Ergebnis schmeckte den Raben: Der SV Pullach siegte bei der SpVgg Hankofen-Hailing mit 2:1 (2:1).

Durch den Auswärtserfolg beim Vorjahressechsten hat sich der SVP vorerst in einer Spitzengruppe von sechs Teams mit je sieben Zählern festgesetzt. „Mit der Punktausbeute kann man zufrieden sein“, meinte Trainer Frank Schmöller, fügte aber kritisch an: „Mit der Leistung heute nicht.“ Dabei machte er seinen Spielern in Sachen Einstellung keinen Vorwurf. „Vom Willen her haben sie alles rausgehauen, spielerisch haben wir aber Steigerungspotenzial.“

Der angesprochene Wille war gegen die robusten Hausherren auch bitter nötig. Schmöller sah „ein emotionales Spiel. Der Gegner hat richtig gekämpft, war kantig in den Zweikämpfen.“ Allerdings erwischte der SVP einen Traumstart durch den dritten Saisontreffer von Tim Sulmer, der einen Diagonalball perfekt mitnahm und aus spitzem Winkel versenkte (4.). „Kategorie Klassetor!“, applaudierte Schmöller. Die Hausherren antworteten mit einem Freistoß, den Fabian Burmberger direkt zum Ausgleich verwandelte (25.). „Vermeidbar“, grummelte Schmöller. „Da hätte man die Mauer besser stellen können.“ Das dachten sich zehn Minuten später womöglich auch die Niederbayern, denn Christoph Dinkelbach stellte ebenfalls mit einem direkten, relativ flach getretenen Freistoß die erneute Führung her (35.).

„In der ersten Halbzeit sind wir auch schon zu weit weg von den Leuten gestanden. Aber da haben wir noch besser Fußball gespielt, nur ist der letzte Pass nicht angekommen“, lautete Schmöllers Zwischenbilanz, die im Vergleich zum Urteil über den zweiten Durchgang sehr freundlich ausfiel: „Ein Grottenspiel. Torchancen waren Mangelware, auf beiden Seiten.“

Dabei stand Pullach ab der 63. Minute, nach der Ampelkarte für SpVgg-Akteur Tobias Richter mit einem Mann mehr auf dem Platz. „Wir haben es aber nicht verstanden, diese Überzahl auszuspielen. Wir haben uns von der Hektik anstecken lassen“, so Schmöller. Und so war in der 80. Minute der zahlenmäßige Vorteil schon wieder dahin: Alexander Benede sah wegen eines Fouls Gelb, meckerte und bekam gleich die Rote Karte als Draufgabe zu sehen. Selbst Schmöller wusste nicht recht, ob sich sein Routinier nun Gelb-Rot oder glatt Rot eingehandelt hatte. „Da müssen wir mal den Bericht des Schiedsrichters abwarten.“ Eindeutig war aber Schmöllers Urteil über Benedes Aktion: „Unnötig!“ Immerhin: Zehn Minuten später war der Sieg unter Dach und Fach.

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Quelle: fussball-vorort.de

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