Laxe Pullacher arbeiten sich zum 2:1-Pflichtsieg

Schmöller: "Hatte das Gefühl, wir wollten den Gegner vorführen"

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Frank Schmöller

Es war zwar keine richtige Zitterpartie, aber wirklich souverän war der 2:1 (2:0)-Heimsieg des SV Pullach über die SpVgg Hankofen-Hailing auch nicht.

Pullach – Das Gegentor für die Niederbayern fiel erst in der 87. Minute und damit schlicht zu spät, um den SVP noch in echte Verlegenheit zu bringen. Die Schlussminuten schaukelte der Favorit gegen den zu wenig durchschlagskräftigen Bayernliga-Vorletzten irgendwie über die Bühne. Damit war das Hauptziel erreicht. „Wir haben das geschafft, was wir uns vorgenommen haben, nämlich die drei Punkte geholt“, durfte Frank Schmöller hinterher feststellen, um gleich nachzuschicken: „Aber die Art und Weise, vor allem in der zweiten Halbzeit, hat mir gar nicht gefallen.“

Das war schon während des Geschehens deutlich zu hören. Immer wieder nahm sich der Trainer seine Akteure quasi öffentlich zur Brust, indem er sie persönlich über den ganzen Platz hinweg anherrschte. Und es waren vor allem Leute, die schon in höheren Klassen gespielt haben. Alexander Benede etwa, oder Christoph Dinkelbach. „Gerade die erfahrenen Spieler haben zu wenig gebracht und Fehler gemacht“, begründete Schmöller seine im zweiten Durchgang teils recht direkte Ansprache in Richtung der Spieler. Dabei sah es gegen Ende der ersten Halbzeit so aus, als hätten die Raben ihre Gäste nach einer kurzen Anlaufzeit weichgeklopft: „Der Gegner hat uns am Anfang aggressiv angelaufen, aber so nach einer Viertelstunde war es okay“, fand Schmöller. Nach einer halben Stunde war es dann teilweise sogar richtig ordentlich, was der SVP bot.

Richard Heckel staubte nach dem Latten- Kopfball von Menelik Ngu’Ewodo zum 1:0 ab (30.). Dann verfehlte Ngu’Ewodo selbst nach präziser Flanke von Tim Sulmer im Fallen das Ziel knapp (35.), um wenig später nach einer tollen Kombination über rechts doch zu treffen: Diesmal flankte Andreas Roth, Ngu’Ewodo nahm den Ball mit der Brust an und bugsierte ihn per Seitfallzieher in den Winkel (38.). Das 2:0 zur Pause war absolut verdient, verleitete die Pullacher aber offenbar dazu zurückzuschalten. Nach vorne ging nicht mehr viel, hinten bescherten die Raben den an sich harmlosen Niederbayern leichtfertig eine Riesenchance: Christian Spengler luchste Florian Königer den Ball ab, umkurvte Keeper Michael Hofmann, schoss aber am leeren Tor vorbei (69.).

In der 84. Minute hatten dann die Hausherren nach ihrem besten Konter endlich mal wieder eine Möglichkeit, doch der freistehende Maximilian Schuster senste die Kugel aus acht Metern drüber. Kurz darauf stellte Spengler den Anschluss her (87.). Dass der den Sieg nicht mehr in Gefahr brachte, änderte nichts an Schmöllers umfassender Manöverkritik am zweiten Durchgang: „Wir haben zu kompliziert gespielt, hatten zu viele Ballverluste. Wir waren zeitweise hinten in Unterzahl bei eigener Führung.

Die Sechserpositionen haben die Räume schlecht zugestellt, wir spielen mit drei Sechsern und trotzdem kommen die Bälle durch die Schnittstelle. Teilweise hatte ich auch das Gefühl, wir wollten den Gegner vorführen.“ Kurzum: „Die Körpersprache war fatal, viel zu lasch.“ Dabei hätten sich seine Spieler in diesem Punkt nur am Coach orientieren müssen: „Ich glaube, ich hatte die richtige Körpersprache.“

Quelle: fussball-vorort.de

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