Pullachs Coach im Vorort-Interview

Schmöller: "Hofmann ist ein absolut positiv Verrückter"

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Frank Schmöller ist mit dem SV Pullach inzwischen auf Rang drei geklettert.

SV Pullach - Der SVP ist zu Saisonbeginn etwas schwer aus den Startlöchern gekommen. Inzwischen hat die Schmöller-Elf eine beeindruckende Serie hingelegt. Im Interview spricht der Trainer über einen möglichen Aufstieg, Michi Hofmann und junge Talente.

Letztes Jahr konnte der SV Pullach nicht aufsteigen, weil die Rahmenbedingungen es nicht zugelassen haben. Hat sich da in der Zwischenzeit etwas getan?

Wir arbeiten an einer Lösung und sind in Gesprächen. Sollten wir es sportlich schaffen, hätten wir schon eine Lösung in der Hinterhand. Da muss dann aber auch die Gemeinde oder der eine oder andere Sponsor mithelfen.

Rein sportlich sieht es ja im Moment sehr gut aus. Die Serie der Mannschaft ist beeindruckend.

Wir machen alle im Moment einen guten Job. Die Mannschaft ist fokussiert und konzentriert, mal abgesehen vielleicht vom Heimspiel gegen Bogen. Wenn wir das so durchziehen, dann kann es eine tolle Saison werden. Wir haben jetzt noch vor der Winterpause drei Spiele vor der Brust, tun aber gut daran, von Spiel zu Spiel zu denken. Die Liga ist sehr ausgeglichen. Sechs Mannschaften mischen oben mit.

Vor der Saison sind einige Leistungsträger wie Sandro Volz oder Orhan Akkurt gegangen. Der Start war holprig, aber jetzt geht es wieder bergauf. Haben Sie damit gerechnet?

Dass es so gut läuft, ist auch der Verdienst von Theo Liedl (Teammanger, Anm. d. Red.). Dass die Maßnahmen so schnell greifen, ist natürlich ein Traum. Wir haben jetzt eine beeindruckende Serie, aber das war auch viel Arbeit. Wir haben uns nach dem holprigen Start ins stille Kämmerchen gesetzt und analysiert. Offensichtlich haben wir einige richtige Entscheidungen getroffen und die richtigen Spieler geholt. Jeder Einzelne glaubt an sich. Das ist auch ein Kreislauf und man bekommt wieder neues Selbstbewusstsein. Wir haben auch härter trainiert. Die Arbeit hat sich gelohnt, denn es hat sich wieder einmal gezeigt: Eine gute körperliche Verfassung ist wichtig, um erfolgreich Fußball zu spielen.

Mit Michi Hofmann und Ömer Kanca sind zwei Spieler zur Mannschaft gestoßen, die selbst bereits als Trainer gearbeitet haben. Merkt man das als Coach?

Alle beide machen ihre Rolle hervorragend. Ich habe aber auch nicht das Gefühl, dass sie sich einmischen wollen. Und bei aller Bescheidenheit, vielleicht können die beiden ja auch etwas von mir lernen. Michi Hofmann hat in seinem Fußballerleben natürlich schon einiges erlebt. Er ist ein absolut positiv Verrückter. Es ist kein Zufall, dass der Aufschwung gekommen ist, seit er für uns spielt. Ömer will Trainer werden, braucht aber meiner Meinung nach noch ein bis zwei Jahre. Wir sind auf jeden Fall froh, dass beide bei uns sind.

Wie kam eigentlich der Kontakt zu Michi Hofmann zustande?

Wie gesagt, wir haben nach dem holprigen Start im stillen Kämmerchen gesessen und analysiert und geschaut, wo wir etwas machen wollen. Es ging dann relativ schnell und einfach. Ich habe zu Theo Lidl dann gesagt: „Wenn Du den Michi Hofmann bekommen kannst, schlag zu.“

Im tz-Interview Anfang der Woche hat Hofmann gesagt, dass für ihn nichts dagegen spreche, im neuen Jahr auch noch für Pullach zu spielen. Gibt es schon etwas zu vermelden?

Wir sind in einem offenen Austauch. So wie ich es wahrgenommen habe, hat es sich bei mir etwas anders angehört (lacht). Ich bin aber sehr optmistisch, dass Michael Hofmann auch 2016 noch für den SV Pullach spielt.

Zum Stammpersonal in Pullach gehören auch einige sehr junge Talente, wie Tim Sulmer oder Menelik Ngu'Ewodo. Wie macht man solchen Jungs die Liga schmackhaft?

Entweder jemand will für Pullach spielen oder nicht. Ich bin Motivator vor dem Spiel in der Kabine, mehr nicht. Spieler die zu uns kommen, wollen ja normalerweise auch noch etwas erreichen.

In der Winterpause rüsten die Vereine oft nochmal nach. Sind Sie auf der Suche nach Verstärkungen?

Wir müssen das analysieren. Grundsätzlich halten wir die Augen immer offen. Für uns muss es finanziell und vor allem auch menschlich passen. Die Mannschaft hat sich inzwischen sehr gut gefunden. Wir sind nicht gezwungen, etwas zu machen. Trotzdem, wenn es passt, vor allem menschlich, warum nicht?

 

Quelle: fussball-vorort.de

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