Schmöller: "Kein Vorwurf an die Mannschaft"

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Maxi Schuster (l.) und Orkan Balkan trauern einer vergebenen Torchance hinterher.

SV Pullach - Mal wieder ein Tor, mal wieder ein Punkt: Nach dem 0:4 in Rain und den Heimpleiten gegen Wolfratshausen (0:1) und Unterföhring (0:1) verbuchte der SV Pullach zuhause mit dem 1:1 (1:1) gegen den VfB Eichstätt wenigstens einen Teilerfolg.

Nicht nur wegen des Ergebnisses zeigte sich Frank Schmöller deutlich zufriedener als in den Partien zuvor: „Es war in jedem Fall eine Leistungssteigerung“, fand der SVP-Coach.

Eine Einschätzung, die vor allem für die erste Halbzeit galt. Die Raben präsentierten sich wesentlich entschlossener als zuletzt und wurden für ihren engagierten Beginn durch Orkan Balkans schönes Kopfballtor nach Flanke von Maximilian Schuster früh belohnt (9.). Der Treffer stärkte Selbstvertrauen und Spiellust zusätzlich. Paradebeispiel hierfür war der herrliche Angriff in der 24. Minute: Verteidiger Niklas Mooshofer eröffnete von hinten heraus auf Orhan Akkurt, der nach Doppelpass mit Andreas Roth direkt nach links auf Peter Beierkuhnlein legte. Dessen Flanke erreichte Schuster am langen Pfosten, doch ein Eichstätter Abwehrspieler warf sich in den strammen Schuss. „Sehr schön gespielt“, rief der begeisterte Schmöller über den Platz.

Von dem, was er vier Minuten später sah, war der Trainer weniger angetan: Nach einer ganzen Kette von Fehlern, angefangen beim Ballverlust in der Vorwärtsbewegung, überwand Florian Grau den chancenlosen Pullacher Keeper Cerruti Nsuka-Zola mit einem überlegten Heber zum 1:1 (29.). „Schade, dass wir nach dem Ausgleich aufgehört haben, Fußball zu spielen“, sagte Schmöller später. Doch so ganz stimmte das nicht: Unmittelbar nach dem Gegentor schlug der SVP durch Akkurts Kopfball an den Pfosten fast zurück (31.). Auf der anderen Seite verhinderte Nsuka-Zola nach einem von Mooshofer abgefälschten Kopfball mit einem tollen Reflex den Ausgleich (36.).

Der Torwart, der diesmal den Vorzug vor dem nach Buchbach abwandernden Sandro Volz erhalten hatte, stand nach der Pause noch öfter im Blickpunkt. Und er war bei den strammen Distanzschüssen von Fabian Schäll (55.), Rainer Meisinger (75.) und Benjamin Schmidramsl (81.) auf dem Posten, drängte zudem den allein auf ihn zustürmenden Grau geschickt ab (60.). Einmal, bei Meisingers Hammer, half dem tüchtigen Schlussmann die Latte (74.). Die Pullacher wirkten im zweiten Durchgang phasenweise unsicher, ließen aber auch immer wieder ihr Können aufblitzen: So hatte Schuster nach einem schönen Konter das Siegtor auf dem Fuß, Torwart Christopher Haas streifte den Ball noch – drüber (63.). Haas parierte auch Dinkelbachs abgefälschten Freistoß (67.). „Wir hatten genug Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden“, fand Schmöller, der froh war, dass sein Team den jüngsten Abwärtstrend gestoppt hat. „Die Mannschaft hat alles rausgeholt“, sagte der Coach, wobei er einräumte, dass „alles“ seit dem erklärten Regionalligaverzicht des SVP etwas anderes ist als davor: „Es ist verständlich, dass man in solchen Spielen nicht die letzten Kraftreserven mobilisiert. Ich bin sicher, wenn es um was gegangen wäre, hätten die Spieler den Akku ganz leer gemacht und wären dann auch noch weiter marschiert. Aber in dieser Situation fehlen halt die letzten fünf Prozent, und dann reicht es nicht.“ Ein Prozess, den Schmöller „menschlich verständlich“ findet: „Kein Vorwurf an die Mannschaft. Das machen die Spieler ja nicht absichtlich.“

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Quelle: fussball-vorort.de

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