Pullacher Coach von seinem Team genervt

Schmöller zürnt: "Körpersprache wie ein Teddybär"

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Frank Schmöller hadert mit der Einstellung einiger Pullacher Akteure.

SV Pullach - Frank Schmöller war genervt. Vom vierten Unentschieden in Folge, vor allem aber von der Leistung seiner Elf.

Nachdem der TSV Schwabmünchen dem von Schmöller trainierten Bayernliga-Primus SV Pullach ein 1:1 (0:1) abgerungen hatte, ließ der Coach seinem Frust freien Lauf: „Heute habe ich die Schnauze voll. Einige bei uns haben zurzeit eine Körpersprache wie ein Teddybär, weich und knuffig.“

Von Beginn an lief beim SVP wenig zusammen. „Wir hatten eine schwierige erste Halbzeit, weil wir die Zweikämpfe nicht angenommen haben. Das gilt zumindest für einige.“ Schmöller nannte auch die löblichen Ausnahmen: Torwart Michael Hofmann, Rechtsverteidiger Steffen Purschke, „der immer vollen Einsatz zeigt“, das zentrale Abwehrduo Daniel Leugner und Alexander Benede, das sich den Angriffen „aufopferungsvoll“ entgegengestellt hätte sowie Michael Hutterer im defensiven Mittelfeld. „Aber dann sah es schon duster aus“, so der Coach, der vom enttäuschenden Rest seiner Truppe noch Christoph Dinkelbach in Schutz nahm. „Er hatte einen rabenschwarzen Tag, aber da habe ich noch Verständnis, denn es wäre unnormal, wenn er nach seiner langen Verletzungspause nicht mal in ein Loch fallen würde. Alle anderen müssen mir aber mal erklären, warum wir uns am Sonntag um 13 Uhr treffen, um ein Bayernligaspiel zu bestreiten.“

Doch trotz aller Unzulänglichkeiten gingen die Raben mit einer Führung in die Pause. Das war einerseits eben Keeper Hofmann zu verdanken, der Schwabmünchens beste Chance durch Gabriel Merane zunichte machte (37.), andererseits Tim Sulmer, der den besten Pullacher Angriff nach Flanke von Peter Beierkuhnlein per Kopf abschloss (45.).

Unmittelbar vor dem Wechsel war der Zeitpunkt der Führung günstig für den SVP, der zu Beginn der zweiten Hälfte tatsächlich besser spielte. „Aber dann schmeißt du mit einer Gelb-Roten Karte alles, auch alle taktischen Änderungen wieder über den Haufen“, ärgerte sich Schmöller über den Platzverweis von Chaka Ngu’Ewodo (59.), der zwei Verwarnungen innerhalb einer Minuten kassierte. „Das waren zwei Frustfouls und das sind Egoismen, die über den Erfolg der Mannschaft gestellt werden“, grantelte Schmöller.

Und so konnte Schwabmünchen in Überzahl relativ ungefährdet auf den Ausgleich drängen, den Hofmann und seine tapferen Verteidiger lange verhinderten, der dann aber durch Daniel Raffler doch noch fiel (85.). Dass der Stürmer nach einer Flanke alleine stand, verzieh Schmöller: „Das kann mit einem Mann weniger immer passieren.“ Was ihn wurmte war das Verhalten vor diesem entscheidenden Angriff. „Da hätten wir 25 Meter vor unserem Tor den Ball mal weghauen sollen, statt kurz vor Schluss in Unterzahl die spielerische Lösung zu suchen.“

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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