Die Raben schwingen sich auf

Schmöller: Sonderlob für 19-Jährigen Stürmer

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Egu’Ewodo soll langfristig die Lücke füllen, die Orhan Akkurt im Pullacher Angriff hinterlassen hat.

Mit einem Sieg beim Tabellenzweiten 1. FC Sonthofen (15.30 Uhr) kann der SV Pullach den Anschluss an die Spitze der Bayernliga Süd herstellen.

So schnell dreht sich manchmal der Wind: Noch vor kurzem schienen die Raben nach sieben Partien ohne Sieg im Sinkflug Richtung Abstiegszone, nun schwingen sie sich offenbar wieder auf in luftige Höhen. Seit sieben Runden hat das Team von Trainer Frank Schmöller nicht mehr verloren, die jüngsten vier Spiele gewann es sogar. Mittlerweile liegt der SVP auf Rang sechs, der Rückstand zum mit Spitzenreiter FC Unterföhring punktgleichen Zweiten Sonthofen beträgt gerade mal fünf Zähler, die man im direkten Duell auf zwei reduzieren könnte.

Für Schmöller ist die Wende kein Zufall, er erklärt den Aufwärtstrend mit drei Faktoren. „Nach der Negativserie haben wir alles auf null gestellt, haben nochmal eine Mini-Vorbereitung gemacht. Da sind die Spieler im Training eineinhalb Stunden richtig marschiert, um so die Basis zu legen“, räumt er ein, dass zum ersten ein wenig Nacharbeit in Sachen Kondition nötig war: „Ich habe gesehen, dass es allein mit spielerischen Mitteln nicht geht, dass wir noch mehr körperliche Stabilität brauchen. Und Fitness bringt auch Selbstvertrauen, wenn nicht nach dem zweiten Sprint schon der Oberschenkel brennt.“

Zum zweiten begleitete der Coach, der am Spielfeldrand schon mal seinem Ärger deutlich Luft macht, die harte Trainingsfron mit eher leisen Tönen: „Ich bin für meine Verhältnisse ruhig geblieben, nicht mit der Motorsäge reingegangen.“ Drittes Element des Aufschwungs sind natürlich die Neuzugänge: „Wir haben drei Spieler geholt, die uns sicher nicht schlecht getan haben“, betont Schmöller die Bedeutung der personellen Nachrüstung. Gerade die stabilisierende Wirkung von Ex-Profitorwart Michael Hofmann hat der Trainer schon des öfteren hervorgehoben, er warnt aber davor, den ehemaligen Löwenkeeper über den Rest des Teams zu stellen (siehe auch nebenstehenden Bericht): „Er allein ist es nicht, dann würde man allen anderen Spielern Unrecht tun.“ Neben Hofmann und dem Ex-Hachinger Ömer Kanca hat sich auch der unbekannteste Neuzugang seinen Stammplatz gesichert: Menelik Egu’Ewodo markierte zuletzt beim 1:0 über Pipinsried das Tor des Tages.

Zur Freude des Pullacher Trainers, der ihn mit konstruktiver Kritik begleitet: „In puncto Handlungsschnelligkeit und Laufwege ist das noch nicht so, wie ich mir das vorstelle. Der Junge ist aber erst 19, er kam in einer Situation, in der ein Stürmer gebraucht wurde. Er hat gute Anlagen, hatte aber, bevor er zu uns kam, relativ lange nicht gespielt.“ Nach dem Abschied von Orhan Akkurts soll der ehemalige Schwabmünchner das Vakuum im Angriff füllen. Dabei wird er allerdings nicht an den 32 Toren seines Vorgängers gemessen. „Für uns ist wichtig, dass da vorne wieder einer steht. Das ist gut fürs ganze Gerüst“, sieht Schmöller die positive Auswirkung aufs Mannschaftsgefüge. Und in Sonthofen müssen die Rädchen ineinandergreifen: „Wir haben eine mörderische Aufgabe vor uns, müssen die richtige Harmonie zwischen Angriff und Defensive finden“, sagt Schmöller, dem die taktische Disziplin des Gegners imponiert: „Wer in Sonthofen als erster zuckt, verliert. Und ich finde, als Auswärtsteam haben wir es nicht nötig, als erster zu zucken.“

SV Pullach: Hofmann - Purschke, Königer, Leugner, Beierkuhnlein, Dinkelbach, Benede, Roth, Schuster, Heckel, Ngu’Ewodo

Quelle: fussball-vorort.de

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