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FC Deisenhofen: Frank Schmöller sorgt für Stabilität beim TSV 1860

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Von: Umberto Savignano

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Erhält beim TSV 1860 viel Anerkennung: Frank Schmöller, unvergessener Erfolgscoach beim SV Pullach.
Erhält beim TSV 1860 viel Anerkennung: Frank Schmöller, unvergessener Erfolgscoach beim SV Pullach. © Robert Brouczek

Mit den Remis-Königen der Bayernliga Süd bekommt es der FC Deisenhofen am Samstag (14 Uhr) zu tun: Die Blauhemden gastieren in Gilching beim TSV 1860 München II, der in acht von 15 Partien die Punkte mit dem Gegner teilte. Die oft geäußerte Ansicht, dass Unentschieden eine Mannschaft nicht weiterbringen, teilt Andreas Pummer in diesem Fall nicht: „Die Löwen haben stabile Ergebnisse“, sagt der FCD-Coach respektvoll.

Deisenhofen – Die Bilanz des Gegners liest sich deshalb so positiv, weil dazu offiziell fünf Siege und nur zwei Niederlagen für Sechzigs U21 zu Buche stehen. Mit 23 Punkten liegen die Löwen damit zwei Zähler und zwei Ränge hinter Pummers Mannschaft auf Rang acht, sie könnten aber sogar noch weiter oben stehen, hätte sie nicht am sechsten Spieltag beim Regionalliga-Absteiger 1. FC Memmingen mit dem Einsatz von Alexander Freitag einen verhängnisvollen Formfehler begangen: Der 23-Jährige war am Tag zuvor beim 4:0-Sieg der 1860-Profis über Meppen eingewechselt worden, somit wurden die 48 Stunden der so genannten Schutzfrist zwischen den beiden Partien nicht eingehalten. Das eigentlich trotz einer Stunde in Unterzahl mit 1:0 gewonnene Spiel wurde mit 2:0 für Memmingen gewertet.

Sechzig-Coach Frank Schmöller, früherer Erfolgscoach des SV Pullach, nahm die Schuld auf sich: „Im Endeffekt bin ich für die Aufstellung am Spieltag verantwortlich.“

Der 56-Jährige fand die Niederlage am Grünen Tisch „extrem bitter“ für sein Team. Doch es dürfte den Verantwortlichen an der Grünwalder Straße nicht schwer gefallen sein, dem ehemaligen Erfolgstrainer des SV Pullach (Bayernligatitel 2017) zu verzeihen: Denn Schmöller hat die Löwen-Talente tatsächlich zu einer sehr kompakten Truppe geformt: Zieht man die zwei Gegentore aus dem Memmingen-Urteil ab, haben sie nur 14 Treffer kassiert - Bestwert in der Liga.

Auch Pummer ist voll des Lobes über den 16 Jahre älteren Kollegen: „Frank Schmöller ist ein Top-Trainer, auch ein Fuchs. Ich kenne ihn noch aus der Jugend bei Unterhaching, da habe ich kurz bei ihm gespielt. Er steht für eine klare Linie, kann den jungen Leuten als Ex-Profi etwas beibringen. Und er weiß auch, wieviel Arbeit hinter dem Erfolg steckt.“

Es wartet also eine große Herausforderung auf die Deisenhofner, die zuletzt mit dem 4:0 gegen Türkspor Augsburg nach drei sieglosen Partien mit einem Punkt Ausbeute einen kleinen Befreiungsschlag landeten. Nicht nur, weil Pummer die erste Halbzeit in diesem Spiel gar nicht gefiel, rät er aber dringend dazu, nach dem klaren Sieg auf dem Teppich zu bleiben: „Wir sind nicht in der Situation, dass wir uns selbst überschätzen können.“ Erst recht nicht gegen die stabilen Löwen, gegen die der FCD seit dem Bayernligaaufstieg einmal Unentschieden gespielt und dreimal verloren hat: „Ich weiß von den Spielern, dass sie in der Vergangenheit immer Probleme mit Sechzig hatten. Wir müssen auf der Hut sein.“

FC Deisenhofen: Caruso - Schneiker, Förtsch, Vodermeier, Sagner, Müller-Wiesen, Kopp, Jost, Mayer, Bachhuber, Karger

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