Stadion-Frage beschäftigt Pullach

Schmöller will Blick auf das Sportliche lenken

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Pullachs Trainer Frank Schmöller hat noch einige Baustellen zu beheben.

SV Pullach - Mit dem Gastspiel bei der DJK Vilzing (Samstag, 15 Uhr) bläst der SV Pullach zum Angriff auf die Spitze. Auch wenn ein Aufstieg wegen der ungeklärten Stadionfrage weiter in der Schwebe ist.

Bei vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer VfR Garching, aber mit einem Nachholspiel in petto, zählt der Dritte der Bayernliga Süd zu den aussichtsreichsten der insgesamt wohl bis zu sieben Bewerber um einen der begehrten ersten zwei Plätze. Ob im Falle des sportlichen Erfolgs dann auch die Belohnung in Form des Regionalliga-Aufstiegs auf dem Fuße folgen könnte, ist indes weiter fraglich.

Die vierte Liga sprengt den Rahmen des Pullacher Sportplatzes, der TSV Neuried als Hausherr einer möglichen Ausweichspielstätte sagte in der Winterpause ab, das Pullacher Ansuchen beim SV Heimstetten wird derzeit noch geprüft.

Natürlich verfolgt auch Frank Schmöller dieses Thema, kommentieren will er es vorläufig aber nicht mehr: „Ich werde diese Diskussion nicht führen. Ich bin informiert, das ist alles okay, aber ich konzentriere mich völlig auf das Sportliche. Und da haben wir mit Vilzing eine knifflige Aufgabe vor der Brust.“

Michael Matejka vom SV Heimstetten über die Anfrage des SV Pullach

Dass die Absage aus Neuried negative Folgen für die Motivation seiner Truppe haben könnte, befürchtet der SVP-Coach nicht: „Die Spieler hatten vier Wochen Zeit, das zu verarbeiten. Und ich habe kürzlich in der Kabine zu ihnen gesagt: Wer mit der Situation, die ja noch nicht abgeschlossen ist, nicht zurechtkommt, kann jetzt noch aufstehen und den Verein wechseln. Es sind alle sitzengeblieben. Und diese Konsequenz wünsche ich mir auch auf dem Feld in Vilzing.“

Vor dem Gegner hat Schmöller viel Respekt, nicht nur, weil das Hinspiel zuhause 0:1 verloren ging: „Das ist eine gute Mannschaft mit einem guten Trainer. Und im bayerischen Wald ist es sowieso immer schwer“, sagt der 49-Jährige, der mit dem letzten Test, einem 4:3 beim Bezirksligisten SC Oberweikertshofen, alles andere als zufrieden war, deshalb mehr über die Startformation grübeln muss als ihm lieb ist: „Ich hätte mit gewünscht, dass mit diesem Spiel einige Fragezeichen verschwinden, doch es sind eher mehr geworden.“

Einer der Sieger der Partie war Kapitän Richard Heckel, der nach der Pause kam und immerhin etwas Ordnung ins Spiel brachte. Klar auch: Neuzugang Grgur Rados wird zunächst auf der Bank sitzen: „Er ist ein bisschen ein anderer Spielertyp als die Stürmer, die wir bisher haben, eher spielerisch, geht dem Ball entgegen. Aber es fehlt ihm noch das Tempo für 90 Minuten.“ Ein anderer Angreifer hat die Raben kurzfristig verlassen: Filip Martinovic stürmt künftig für den Landesligisten VfB Hallbergmoos-Goldach. Der 20-Jährige spielte in Schmöllers Planungen keine Rolle mehr, kam in dieser Saison nur auf zwei Kurzeinsätze, zuletzt am 1. August 2015 beim 1:1 gegen Kirchanschöring.

SV Pullach: Hofmann – Purschke, Königer, Leugner, Beierkuhnlein, Heckel, Dinkelbach, Sulmer, Häfele, Roth, Ngu’Ewodo.

Keeper Michi Hofmann zu Besuch bei Fussball Vorort

Quelle: fussball-vorort.de

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