Schromm und Baum: Das Ende des Trainer-Doppelpacks

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Arbeiten künftig auf getrennten Positionen: Claus Schromm und Manuel Baum.

Unterhaching - Eineinhalb Jahre gab es Claus Schromm und Manuel Baum bei der SpVgg Unterhaching nur im Doppelpack: Gleichberechtigt arbeiteten Cheftrainer und Teamchef Seite an Seite – am Samstag gab der Verein die Auflösung der Doppelspitze bekannt.

Ab sofort wird Schromm als Sportdirektor in Haching tätig sein, Baum als Cheftrainer.

Herr Schromm, Herr Baum, bemerkenswerter Start ins neue Jahr…

Schromm: Als die Thematik zum ersten Mal aufkam, war ich sehr vom Vertrauen, das der Verein in meine Person hat, überrascht: Vor einem halben Jahr kam Manni Schwabl auf mich zu und hat mich gefragt, ob ich mir das grundsätzlich vorstellen könnte. Ursprünglich war es erst für die neue Saison geplant. Auch, weil Manu dann mit seiner Ausbildung zum Fußballlehrer fertig ist.

Baum: Aber es war von Haus aus klar, dass es irgendwann zu einer Neustrukturierung kommen wird.

Wieso die Trennung mitten in der Saison?

Schromm: Die Entscheidung fiel schon vor unserem Negativlauf (vier Niederlagen in fünf Spielen, 1:13 Tore, d. Red.). Mit der Lösung können wir noch effektiver in das verbleibende halbe Jahr der Saison gehen.

Darf Herr Schromm trotzdem noch zum Training vorbeikommen, Herr Baum?

Baum (lacht): Ja, es ist sogar erwünscht, dass er mit dabei ist! Denn jemand, der nicht unmittelbar drinsteckt, sieht oft ganz andere Dinge. Für mich hat sich bis auf die Berufsbezeichnung sowieso nicht viel geändert.

Herr Schromm, wie sieht Ihr neuer Arbeitsalltag aus?

Schromm: Gewissermaßen bin ich ein Puffer für den Präsidenten. Ich nehme ihm einen Teil der Arbeit ab, damit Manni den Kopf freihat. Ich bin nach wie vor bei den Einheiten am Platz, aber eher beobachtend und unterstützend, nicht mehr ausführend. Beim ersten Mal hatte ich schon ein leichtes Kribbeln im Bauch. Es war ungewohnt.

Wie kam die Mannschaft mit der Entscheidung zurecht?

Baum: Wir haben die Spieler zum Trainingsauftakt am Samstag informiert, den Mannschaftsrat einen Tag zuvor. In der Kommunikation danach waren die Jungs der Meinung, dass die Umstrukturierung ganz im Sinne des Vereins ist.

Hat sich mit der Neuerung etwas an den sportlichen Zielen geändert?

Baum: Nein, überhaupt nicht. Da müssen wir nach wie vor schauen, dass wir die Klasse halten. Das ist unser primäres Ziel in der Rückrunde.

Herr Schromm, in den Aufgabenbereich des Sportdirektors fallen auch Spielertransfers. Wie sieht es derzeit in Haching aus?

Schromm: Bei Janik Haberer laufen Gespräche. Zudem wird der Verein im Januar eine finanzielle Aufstellung machen, um mit den Planungen für die nächste Saison zu beginnen.

Quelle: fussball-vorort.de

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