Überraschung im DFB-Pokal. Haching weiter.

Schromm: "Es ist geil. Unser Plan ist aufgegangen"

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Kapitän Welzmüller (rechts) feierte mit Reisner und den Kollegen den überragenden Pokal-Erfolg.

SpVgg Unterhaching - Dem 2:1-Erstrundenerfolg über Bundesliga-Aufsteiger FC Ingolstadt ließ Claus Schromms Mannschaft einen in dieser Höhe nie erwarteten 3:0 (2:0)-Triumph über den millionenschweren Zweitligisten RB Leipzig folgen.

Wie entfesselt kamen die Hachinger aus der Kabine. Markus Einsiedler brachte die Schromm-Elf bereits in der Anfangsphase in Führung, nachdem zuvor Thomas Steinherr im Strafraum umgeschubst worden war. Einsiedler aber lamentierte nicht, sondern schob den Ball abgeklärt ins kurze Eck (5.). Schon gegen Ingolstadt hatte der routinierte Angreifer beide Tore beigesteuert, seinen Ruf als Hachinger Pokalheld bestätigte er gestern Abend vor 5000 Zuschauern erneut.

Die Platzherren aber dachten gar nicht daran, sich nach der schnellen Führung zurückzuziehen und sich darauf auszuruhen. Im Gegenteil: Haching blieb spielbestimmend und reihte in der ersten Viertelstunde Chance auf Chance. Insbesondere der enorm agile Alexander Piller stellte seinen Gegenspieler, den Bundesliga-erprobten Ex-Frankfurter Anthony Jung, auf der rechten Angriffsseite ein ums andere Mal vor unlösbare Probleme.

Bereits nach 25 Minuten sah sich RB-Trainer Ralf Rangnick daher gezwungen, den gelbvorbelasteten Jung vom Platz zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt aber stand es bereits 2:0. Markus Rosenzweig schloss nach einer zu kurzen Faustabwehr des Leipziger Schlussmanns Peter Gulasci aus etwa 15 Metern überlegt ab (23.).

Erst in der Folge begannen auch die Gäste, am Spiel teilzunehmen. Nachdem die Spielvereinigung jedoch die größte Druckphase nach dem Seitenwechsel schadlos überstanden hatte, fügte sie den Sachsen den Gnadenstoß bei. Steinherr nutzte einen weiteren kapitalen Abwehrschnitzer der Gäste – diesmal vom indisponierten Georg Teigl, der vor dem eigenen Strafraum den Ball herschenkte – eiskalt zum 3:0 aus (67.).

Hachings Torsteher Stefan Marinovic dagegen verbrachte einen größtenteils ruhigen Abend, die wenigen Prüfungen der Leipziger meisterte er souverän. Die mehr als 500 000 Euro, die der Einzug ins Achtelfinale einbringt, waren aber nur ein Randaspekt, der Haching-Präsident Manfred Schwabl ein breites Grinsen ins Gesicht zauberte. Im Interview nach dem Spiel sagte Schromm: "Es ist geil. Unser Plan ist aufgegangen." Manni Schwabl meinte:" Es war ein falscher Film, aber für uns das richtige Drehbuch, weil wir das Geld dringend brauchen und Haching lebt, das ist der entscheidende Punkt."TEXT: Matthias Horner und Fussball-Vorort

Quelle: fussball-vorort.de

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