Haching-Coach dennoch stolz

Schromm: "Haben die ein oder andere Chance zu viel vergeben"

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Bitter: Stephan Hain scheiterte vom Punkt.

SpVgg Unterhaching - Welch ein Spiel, welch ein Krimi, welch ein Drama. Leidenschaftlich kämpfende und spielerisch voll überzeugende Hachinger liefern dem Euro-League-Teilnehmer FSV Mainz 05 einen irren Pokalfight, um dann im Elfmeterschießen mit 2:4 zu scheitern.

Was hat die SpVgg Unterhaching da gegen den Bundesligisten FSV Mainz für eine grandiose Leistung gezeigt! Der Viertligist lieferte dem Erstligisten von Anfang an ein Duell auf Augenhöhe. „Wir waren nahe an der Blamage, aber wir haben die Pflicht erfüllt,“ sagte Mainz-Trainer Schmidt erleichtert: „Mit dem Spiel kann man natürlich nicht zufrieden sein. Wir haben noch viele Hausaufgaben zu machen, da muss noch einiges passieren.“

Zehn Minuten waren vor 7000 Zuschauern im Unterhachinger Sportpark gespielt, da nahmen die Gastgeber Fahrt auf. Angetrieben vom überragenden, wieselflinken und nimmermüden Sascha Bigalke rollten die ersten Hachinger Angriffe auf das Mainzer Tor. Stephan Hain ließ in der 17. Minute erstmals seine Torgefährlichkeit aufblitzen, scheiterte aber am Gäste-Torwart Jonas Lössl. In Führung ging dann aber standesgemäß der Bundesligist durch Copete Cordoba. Von ihrem persönlichen Cordoba waren die Hachinger allerdings weit entfernt. Auch nach dem Rückstand blieben sie gefährlich und kamen duch Hain zum Ausgleich (33./Vorarbeit Bigalke). Wenig später hatte Hain das 2:1 auf dem Fuß, agierte aber zu zögerlich. Hachings Trainer Claus Schromm hatte schon Recht, als er sagte: „Wir haben die eine oder andere Chance zu viel vergeben.“ Die Hachinger spielten weiter munter nach vorne, wurden aber zweimal kalt erwischt. Fabian Frei (64.) und Yunus Malli (88.) brachten Mainz 3:1 in Führung – das Spiel schien gelaufen.

Doch der Pokal ist eben der Pokal, Haching kam zurück! Hain verkürzte auf 2:3 (89.) und dann bebte der Sportpark. Nach einer Ecke sorgt SpVgg-Torwart Stefan Marinovic im Mainzer Strafraum für Verwirrung, der Ball segelt zu Vitali Lux, und der zieht volley ab – der Ball streicht zum 3:3 ins Netz (90+3). Auch in der Verlängerung hat Haching ein ums andere Mal den Sieg auf dem Fuß. Doch es wollte kein Tor mehr fallen. Im Elferschießen schoss zunächst Stahl zu schwach, dann Hain weit übers Tor. Mainz ist glücklich weiter. „Wir können aber zufrieden mit der Leistung sein, sagte Hachings Trainer Schromm.

Text: Robert Gasser

Quelle: fussball-vorort.de

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