Starker Relegationsgegner

Schromm mit Respekt: "Haben ein richtiges Kaliber erwischt"

F: bro

Die SpVgg Unterhaching gewinnt trotz prominenter Ausfälle das letzte Heimspiel der Saison gegen die SpVgg Bayreuth souverän mit 5:1 (1:0) und blickt bereits auf die Relegation voraus.

Die SpVgg Unterhaching kam im letzten Heimspiel der Saison noch einmal in den Hochgenuss vieler Tore. Allen voran konnte sich Mittelfeldspieler Dominik Stahl bei zwei Hereingaben über viel Freiraum freuen. Zweimal traf Stahl per Kopf beim souveränen Hachinger Heimspielsieg und strahlte nach seinem Doppelpack: „Es hat gut geklappt heute. Dass ich bei mir gleich zweimal klappt, ist umso schöner heute.“

Nach der offiziellen Meisterehrung des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) vor dem Spiel – alle Hachinger traten in weißen Meistershirts auf – bekam die SpVgg vor 1250 Zuschauern im Sportpark viel Freiräume zum Kombinieren. Diese konnte die Heimelf in der ersten Halbzeit zunächst nicht nutzen. Jim-Patrick Müller holte zwar einen Strafstoß heraus, Alexander Winkler beförderte den Elfmeter aber an die Latte (10.). Ein Schuss von Ulrich Taffertshofer strich am Bayreuther Tor vorbei (35.).

Erst, nachdem die Gäste zwei gute Möglichkeiten ausgelassen hatten (41., 44.), gelang den Hausherren zum ersten Mal ein erfolgreicher Torabschluss. Nach prima Vorarbeit von Max Dombrowka vom linken Flügel schob Vitalij Lux zum 1:0 ein (45.).

Nach dem Seitenwechsel überließen die Rot-Blauen, die sowohl den an Patellasehnen-Problemen laborierenden Alexander Piller als auch ihren am Oberschenkel verletzten Liga-Top-Torjäger Stephan Hain kurzfristig ersetzen mussten, den Oberfranken zunächst das Spiel. Bayreuths Marinus Strangl bestrafte die Hachinger Passivität prompt mit dem 1:1 (59.).

Danach ging den Gästen allerdings vollkommen die Luft aus. Es spielte nur noch Haching: Spätestens nach dem 2:1 durch Stahls Kopfball (65.) kam von den Bayreuthern gar nichts mehr. Der Spitzenreiter der Regionalliga Bayern traf nun gegen stark abbauende Oberfranken im Minutentakt. Ein abgefälschter Freistoß von Sascha Bigalke landete zum 3:1 im Netz (75.). Ehe die Tormusik über die Lautsprecherboxen des Sportparks verklungen war, traf abermals Bigalke wenige Sekunden später nach Taffertshofers Vorarbeit zum 4:1 (76.). Nach einem knapp über das Tor gezielten Volleyschuss von Orestis Kiomourtzoglou (80.) war Stahl beim 5:1 per Kopf zum zweiten Mal zur Stelle (82.).

Der Hachinger Trainer Claus Schromm freute sich über den Sieg im letzten Heimspiel und bedankte sich explizit für die Unterstützung der Fans über die ganze Saison hinweg. Dem Fußballlehrer war jedoch bewusst, dass man im Relegations-Hinspiel am 31. Mai gegen die SV 07 Elversberg in der Defensive anders auftreten müsse als gegen Bayreuth. „Wir haben zu viele Chancen zugelassen. Das war definitiv zuviel des Guten“, mahnte Schromm, der freudig auf das Derby zum Saisonabschluss am Freitag beim TSV 1860 München II vorausblickt.

Nach Sechzig kommt Elversberg – Stahl war sich bewusst, dass sich so große Freiräume wie gegen Bayreuth in der Relegation wohl nicht mehr so oft auftun werden. „Das wird ein ganz anderes Spiel. Nicht nur der Gegner ist dann ein anderer“, blickte der ehemalige Bundesligaspieler des TSV 1860 München voraus.

Schromm zollte Elversberg, das am vorletzten Spieltag der Regionalliga Südwest mit einem 4:0 (2:0) gegen Tabellenschlusslicht FC Nöttingen den Meistertitel perfekt machte, großen Respekt: „Das Spiel wird sportlich auf Augenhöhe ablaufen. Da haben wir ein richtiges Kaliber erwischt.“

Quelle: fussball-vorort.de

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