Nach Remis gegen Memmingen

Schromm verrät: SpVgg hat ein neues "Ziel Nummer eins"

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Große Chance verpasst: Die SpVgg Unterhaching profitiert für mäßig von den überraschenden Ausrutschern der Konkurrenz, verpasst einen Sieg und damit einen Sprung nach vorn – Trainer Claus Schromm ärgert sich sichtlich.

SpVgg Unterhaching - Diesmal gab’s kein Happy End: Die SpVgg Unterhaching musste sich gegen den Tabellen-13. FC Memmingen mit einem 2:2-Unentschieden begnügen. Angesichts der übrigen Resultate des 27. Spieltags ein bitteres Ergebnis zum Auftakt der Englischen Wochen.

Die überraschenden Ausrutscher von Burghausen und Nürnberg, die in der Tabelle vor den Hachingern liegen, hätten die SpVgg bei einem Sieg bis auf einen Punkt an Platz zwei in der Regionalliga Bayern herangespült. Mit dem Remis schrumpfte der Abstand immerhin auf drei Zähler. Die Hachinger haben auch immer noch ein Nachholspiel in der Hinterhand, können also weiter davon träumen, sogar noch ganz oben eingreifen zu können. Und die Mannschaft hat dieses Ziel noch nicht aus den Augen verloren.

„Die beste Amateur-Mannschaft Bayerns zu werden, ist schon noch ein Ziel, das wir haben“, sagte Ulrich Taffertshofer. Insofern war das 2:2 gegen Memmingen am Samstag durchaus ein Rückschlag. Vor allem, weil die Gastgeber genug Chancen hatten, die Partie zu entscheiden, und eine 2:0-Führung noch aus der Hand gaben. Entsprechend deutlich fiel das Fazit nach 90 Minuten aus: „Wir sind sehr enttäuscht“, gab Torhüter Stefan Marinovic zu, „wir hatten das Spiel 25 Minuten total im Griff, haben dann zweimal schlecht verteidigt.“ Cheftrainer Claus Schromm zollte dem Gegner „Respekt, wie er hier aufgetreten ist“ und stellte fest: „Wenn der Ball in der Luft war, hatten wir klare Defizite und waren nur zweiter Sieger.“

Das war aber nur ein Teil der Wahrheit. Der andere: Memmingen präsentierte sich in fast allen seinen Mitteln erkennbar limitiert, die Hachinger verschenkten selbst zwei Punkte. Nach einer turbulenten Eröffnungsphase mit zwei Chancen schon in der ersten Viertelstunde sorgte ein Doppelschlag für die vermeintliche frühe Entscheidung. Sascha Bigalke traf im Nachschuss zum 1:0 (20.), zwei Minuten danach Taffertshofer ebenfalls im Nachsetzen zum 2:0. Beide Male hatten die Gäste sich überaus dilettantisch angestellt, als die den Ball aus der Gefahrenzone befördern wollten. Thomas Steinherr beförderte das Spielgerät weitere fünf Minuten danach knapp über das Memminger Tor.

Erst nach einer halben Stunde nahm der Tabellen-13. auch am Spiel teil und zwang Marinovic zweimal zum Eingreifen. Dennoch jubelten die Gäste in der 38. Minute über den Anschlusstreffer, als Robinson sträflich alleine im Strafraum stand und nur einzuschieben brauchte. Nach der Pause hätte Schiedsrichter Hanslbauer nach einem frechen Klammergriff gegen Alexander Sieghart auf Elfmeter entscheiden müssen, tat dies aber nicht. Haching kam durch Maximilian Nicu (64.) nur noch zu einer guten Möglichkeit, schließlich besiegelte das Eigentor von Yanis Marseiler den Punktverlust (76.). „In anderen Spielen haben wir das nötige Glück gehabt, heute nicht“, sagte Torhüter Marinovic. „Es ist natürlich eine bittere Pille, dass wir den Ausgleich auch noch selber machen“, fand Schromm, „der Punkt hilft nicht wirklich jemandem weiter. Aber das müssen wir schnell abhaken.“

Vor allem, weil die wichtigere Aufgabe am Mittwoch wartet: Das Viertelfinale im Toto-Cup, der als Eintrittskarte für den lukrativen DFB-Pokal gilt. „Das ist jetzt unser Ziel Nummer eins“, unterstrich Schromm, „wir wollen uns für den DFB-Pokal qualifizieren.“ Da sind Ausrutscher in der Liga durchaus verschmerzbar.

Text: Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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