Schwaben knausern beim Toreschießen

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Hoch, höher, Murböck: Die Lufthoheit im Mittelfeld will der BCF (grüne Trikots, v. li. Karl Murböck, Manuel Pratz und Michael Miedl) auch gegen den FC Augsburg II erobern.

Wolfratshausen - Der FC Augsburg II gilt als Aufstiegsfavorit schlechthin. Das Heimspiel am heutigen Samstag (14.30 Uhr, Isar-Loisach-Stadion) ist für den BCF Wolfratshausen eine Art Reifeprüfung.

BCF Wolfratshausen: Demmel - S.Kluge, J.Taffertshofer, Jell, Rauch, Panholzer, Murböck, Miedl, Pratz, Scheck, Fischer; Klinkmüller, Gebhart, L.Kasperek, Gueye, Lenz, Haschke.

Der Vergleich hinkt gewaltig. In Augsburg nährt sich der gesamte Fußball-Komplex vom Zweitliga-Dasein der ersten Mannschaft. Die A-Jugend ist inzwischen gar erstklassig und auch der Unterbau wird so weit als möglich professionell gehandhabt. Eigentlich unglaublich, dass die U 23-Equipe des schwäbischen Traditionsvereins in der gleichen Spielklasse kickt wie die fleißige Oberland-Auswahl aus Farchet. Tatsächlich feilt der FCA schon seit Jahren daran, sein Perspektivteam wenigstens in die Bayernliga zu hieven; allein mit der Umsetzung hat das bislang nicht wie gewünscht geklappt. In dieser Saison wird das Vorhaben jedoch mit noch mehr Ernsthaftigkeit angegangen.

Andreas Brunner jedenfalls verfolgte mit Interesse die personellen Änderungen bei den Gästen zum Ende der Transferperiode am 31. August. „Sie haben noch vier Spieler ziehen lassen und schließen die Lücke mit Akteuren aus dem Kader der ersten Mannschaft.“ Wenngleich die Augsburger der Tabellenspitze schon wieder ein kleines Stück hinterher laufen, sind sie für den Farcheter Trainer „nach wie vor der Topfavorit“. Seiner Ansicht nach leidet die Auswahl von Roland Bahl unter einer Diskrepanz zwischen technischer Überlegenheit und effektivem Abschluss: „Augsburg ist spielerisch wahrscheinlich die beste Mannschaft der Liga. Aber sie scheitern oft an ihrer Chancenverwertung.“

Im Vorfeld des heutigen Aufeinandertreffens sprach Ex-Profi Bahl denn auch davon, man könne in Wolfratshausen nur etwas erreichen, „wenn wir eine Topleistung abrufen und zielstrebig nach vorne spielen“. Den sonst gerne für sich proklamierten Vorteil auf läuferischer Ebene sieht Brunner dieses Mal nicht, weiß er um die „sehr gute Ausbildung der jungen FCA-Burschen“.

Gleichwohl werden sich seine Schützlinge nicht ins Bockshorn jagen lassen, sondern mit erhöhter Vorsicht dem Treiben der Gäste zusehen. Im Gegenteil. Der Übungsleiter verordnet den Seinen „aggressiv spielen und früh draufgehen“. Forsches Spiel ist Brunner zufolge die einzig veritable Vorgehensweise mit der die Augsburger aus dem Konzept zu bringen sind. „Sie sind spielerische Dominanz gewohnt und außerdem liegt uns das Hintenreinstellen ohnehin nicht“, erklärt der 44-Jährige.

Brunner vertraut der Elf, die sich am Dienstag im Pokal gegen den TSV Rain gut geschlagen hat. Abwehrchef Lech Kasperek bleibt also vorerst draußen. „Thaddäus Jell hat sehr gut gespielt; es gibt keinen Grund etwas zu verändern.“ Ganz ohne Tausch geht dann aber doch nicht: Marley Amanquah hat die Grippe erwischt. Für den Waldramer wird Florian Scheck auf der Position der hängenden Spitze spielen.

Quelle: fussball-vorort.de

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