SpVgg wäre bei Anfragen gesprächsbereit

Schwabl: Abgänge nur bei hoher Ablöse

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Blicken zurück auf erfolgreiche Monate und vielleicht voraus auf noch erfolgreichere: SpVgg-Präsident Manfred Schwabl und Cheftrainer Claus Schromm.

SpVgg Unterhaching - Es herrscht beste Stimmung bei der SpVgg Unterhaching. Kein Wunder angesichts des riesigen Vorsprungs an der Tabellenspitze der Regionalliga Bayern. Auch das Mittagessen mit den Medienvertretern geriet zu einer launigen Veranstaltung.

Dieser Tage werden sowohl Präsident Manfred Schwabl als auch Cheftrainer Claus Schromm, beide mit Vergangenheit beim TSV 1860, öfter zu den Vorkommnissen an der Grünwalder Straße gefragt als zur ungeahnten Entwicklung im eigenen Verein. „Wir haben keinen Medienboykott geplant“, grinste Schwabl zur Begrüßung. Dann hatten er und Schromm eine Menge über die SpVgg zu berichten – diesmal durchweg Positives.

Die aktuelle sportliche Situation: „Beste Heimmannschaft, beste Auswärtsmannschaft, die meisten Tore, die wenigsten Gegentore. So eine Situation erlebt man als Trainer nicht oft“, zeigte sich Schromm glücklich. „Dass wir eine wirklich gute Truppe haben, wussten wir schon vor der Saison. Aber dass es so gut läuft, konnte man nicht vorhersehen. Das ist auch für mich ein Novum, so eine charakterlich und mental starke Mannschaft trainieren zu dürfen.“

Mögliche Kader-Veränderungen in der Winterpause: Grundsätzlich will man mit unverändertem Personal in die zweite Saisonhälfte gehen. „Es gibt aber Gespräche mit Spielern, die etwas hintendran sind. Wenn sich einer verändern möchte, können wir drüber reden“, so Schwabl. Bestes Beispiel ist Stürmer Vitalij Lux, der am erfolgreichen Angriffsduo Hain/Bigalke nicht vorbeikommt. „Er ist natürlich unzufrieden, weil er wenig spielt, fühlt sich aber trotzdem pudelwohl bei uns“, weiß Schromm. Möchte ein höherklassiger Klub einen Spieler abwerben, wäre man angesichts der finanziellen Lage gesprächsbereit, verdeutlicht der Präsident: „Da geht es dann aber um ganz andere Ablösesummen als bisher. Grundsätzlich wollen wir unseren Kader zusammenhalten.“ Neuzugänge sind nicht geplant. Ein, zwei Kandidaten habe man im Blick, verrät Schwabl, „das wäre aber eher für den Sommer.“ Allerdings ist klar: „Auch in der Dritten Liga würde sich nicht viel ändern. Wir haben jetzt unseren Kader zusammen und müssen nicht im Sommer wieder anfangen.“

Vertragsverlängerungen: Die meisten Spieler haben bereits längerfristige Arbeitspapiere. Mit den anderen werden in der Winterpause Gespräche geführt. Die Verlängerung von Verteidiger Maximilian Bauer bis 2020 scheint nur noch Formsache. Auch Ulrich Taffertshofer soll über 2017 hinaus bleiben. Ebenfalls „gerne verlängern“ würde man mit Torhüter Stefan Marinovic (Vertrag bis 2017). Der neuseeländische Nationalkeeper steht aber auch wegen seiner Länderspiele – unter anderem nimmt er am Confed-Cup in Russland teil – besonders im Fokus höherklassiger Klubs.

Die Verletzten: Kapitän Josef Welzmüller (Leistenbruch) und Alexander Piller (Schambeinentzündung) sind wieder im Training und werden im Januar zurückkehren.

Die finanzielle Lage: Die Lizenz für die Dritte Liga wird die SpVgg bis Ende Februar definitiv beantragen. „Dann schauen wir, was wir für Auflagen bekommen“, so Schwabl, „das ist nichts Neues“. Finanziell gibt es immer noch eine Unterdeckung des Etats, „aber eine Konsolidierung hat eingesetzt“, versichert der Präsident. „Wir haben immer mehr Partner, die Lust haben, bei uns mitzumachen.“

Text: Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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