Unterhaching erntet viele Sympathien

Schwabl bekennt sich: "Benefizspiel gerne einmal im Jahr"

Manni Schwabl bekannte sich beim Kreistag zur Münchner Fußball-Familie. Foto: Leifer

Mit dem Benefizspiel zugunsten des FC Teutonia München hat die SpVgg Unterhaching viele Sympathien gewonnen. Präsident Schwabl kündigt an, dass sich der Drittligist jedes Jahr für eine solche Partie zur Verfügung stellen möchte. 

550 Zuschauer sahen den 9:2-Sieg des Drittligisten gegen die Auswahl „Stars des Münchner Amateurfußballs“ und sorgten für mehrere Tausend Euro Spendengelder, nachdem dem FC Teutonia sein Vereinsheim abgebrannt war. In der Podiumsdiskussion anlässlich des Münchner Fußball-Kreistags (wir berichteten) kündigte Manfred Schwabl eine Fortsetzung an. Der Präsident der SpVgg Unterhaching war Teil der Podiumsdiskussion des Kreisvorsitzenden Bernhard Slawinski mit Schwabl, Beatrix Zurek (Leiterin des Münchner Referats für Sport) und Jürgen Igelspacher (Geschäftsführer des Bayerischen Fußballverbands). Manfred Schwabl betonte noch einmal, dass sein Verein dem in Not geratenen FC Teutonia gerne geholfen habe. Und er legte ein Versprechen auf den Tisch: „So ein Benefizspiel können wir gerne einmal im Jahr machen.“ Grinsend legte er nach, dass sein Club dafür in der 3. Liga bleiben muss: „Dort haben wir ja Länderspielpausen im Gegensatz zur Regionalliga.“

Manfred Schwabl betonte in der Diskussion auch die Bedeutung der Jugendarbeit: „Es ist alternativlos, auf eigene Spieler zu setzen, auch wenn es manchmal nicht so funktioniert.“ Der Ex-Profi blickt auch kritisch „auf manche Vereine in der Bayern- und Landesliga, die keine eigenen Leute haben. Irgendwann fangen die dann wieder von vorne an.“ Das dritte große Thema des Unterhachinger Präsidenten ist die Sorge, dass die Schere zwischen Profi- und Amateurfußball nicht weiter auseinander gehen darf. „Der Aubameyang hat drei große Autos und manche Jugendmannschaften keine Bälle zum Trainieren.“ Ihm sei es wichtig, immer wieder auf diese Problematik aufmerksam zu machen.

Jürgen Igelspacher, der Geschäftsführer des Bayerischen Fußballverbandes, zeigte sich optimistisch, dass Deutschland sich mit einer Bewerbung für die Europameisterschaft 2024 gegen die Türkei durchsetzen kann. Er hofft auf einen Boom in allen Vereinen wie bei der WM 2006: „Durch die erhöhte Medienpräsenz wollen die Kinder dann auch Helden sein.“ Der Amateurfußball profitiere rund um solche Highlights auch davon, „dass der Fußball dann bei der Politik ein offeneres Ohr hat.“ Zudem würde die Stadt München bei dem EM-Zuschlag einen Fußballkoordinator einstellen, „von dem dann alle Vereine in der Region profitieren“. Beatrix Zurek, die Leiterin des Referats für Sport, sprach über zwei schwere Jahre der Münchner Vereine, wenn ein Teil der Bezirkssportanlagen saniert wird. Beatrix Zurek erwartet dann auch Ruhe rund um die Anlagen: „Ich hoffe, dass die Leute, die sich neue Fußballplätze gewünscht haben, sich dann nicht über den Lärm von den Anlagen beschweren.“

Quelle: fussball-vorort.de

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