Regionalliga Bayern

Schwabl sieht Herz – und Schromm viel Arbeit

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Die SpVgg Unterhaching hat die Vorgaben ihres Trainers Claus Schromm gut umgesetzt. Es geht weiter aufwärts.

SpVgg Unterhaching - Nach einem verkorksten Saisonstart scheint sich die SpVgg Unterhaching durch dem Heimsieg gegen den FC Augsburg II vorerst gefangen zu haben.

Nach den ersten vier Saisonspielen in der Regionalliga Bayern mit nur einem Punkt für die SpVgg Unterhaching, machte sich so mancher Fan Sorgen. Ein erneuter Abstiegskampf schien auch eine Liga unter der 3. Liga zu drohen. Spätestens mit dem 2:0 (2:0) am Freitagabend gegen den FC Augsburg II scheint die SpVgg vorerst die Kurve bekommen zu haben. In den vergangenen drei Partien blieben die Rot-Blauen bei sieben gesammelten Punkten ungeschlagen. Der überraschende Erfolg im DFB-Pokal gegen den Bundesligisten FC Ingolstadt 04 (2:1) sowie im bayerischen Pokal tat sein Übriges zum neuen Hachinger Selbstvertrauen. „Der Sieg freut mich vor allem deshalb, weil man sieht, dass etwas vorwärts geht“, sagte SpVgg-Präsident Manfred Schwabl.

Vor allem bei den Zuschauern im Unterhachinger Sportpark wollte Schwabl eine „klare Aufbruchsstimmung“ beobachtet haben. Die Fehler der noch jungen Mannschaft wie bei der haarsträubenden Chancenverwertung gegen die Augsburger fielen bei der Stimmung nicht allzu schwer ins Gewicht. „Das Herz ist bei der Mannschaft da. Dann verzeiht man auch Fehler“, sagte Schwabl. Auch Mittelfeldspieler Ulrich Taffertshofer zeigte sich nach dem zweiten Saisonsieg am siebten Spieltag erleichtert. „Die Formkurve zeigt nach oben“, findet der ehemalige Spieler der Amateurmannschaft des TSV 1860 München. Die Gründe für den Erfolg liegen laut dem Hachinger Sommer-Neuzugang aus Burghausen vor allem in der Abwehrarbeit. Hinzu kämen die Erfolgserlebnisse in den Pokalwettbewerben. „Wir sind defensiv viel stabiler geworden. Der Pokal hat uns Auftrieb gegeben. Es geht in die richtige Richtung“, sagte der 23-Jährige. Offensiv hingegen offenbarten die Hachinger gegen das erschreckend schwache Ligaschlusslicht aus Augsburg wieder massive Defizite. Vor dem Tor verpasste die SpVgg den vorzeitigen K-O.-Schlag beim Stande von 2:0 leichtfertig. Mehrfach wurden Alleingänge auf Augsburgs Torwart Yannik Öttl fahrlässig vergeben, was auch SpVgg-Trainer Claus Schromm wurmte. „Man hat gesehen, dass noch ein bisschen zu tun hat“, drückte sich Schromm vorsichtig aus. Gegen stärkere Konkurrenten hätte sich eine solche mangelnde Chancenauswertung wohl gerecht. Nicht aber gegen die harmlosen Augsburger, die sich nach drei Chancen in der ersten Hälfte im zweiten Durchgang keinen einzigen Torschuss herausspielten.

Während vor wenigen Wochen nach dem Saisonstart noch Tristesse in Unterhaching herrschte, blickten die Hachinger nach dem zweiten Heimsieg positiv in die kommenden Wochen. Nachdem das für den kommenden Samstag angesetzte Derby beim FC Bayern München II aus organisatorischen Gründen ausfällt und darüber hinaus das Achtelfinale im bayerischen Toto-Pokal beim Münchner Bezirksligisten SpVgg 1906 Haidhausen auf den 15. September verlegt wurde, hat Haching knapp zwei Wochen spielfrei. Aus dieser Sicht tat der Erfolg gegen Augsburg doppelt gut für die zuletzt arg geschundene Seele der SpVgg.

Mangelnde Chancenauswertung hin oder her. „Drei Punkte sind erst einmal das Wichtigste. Es wäre blöd gewesen, wenn man jetzt zwei Wochen mit einer Niederlage herumgelaufen wäre“, sagte Taffertshofer.

Allzu euphorisch wollte Schromm nach dem jüngsten Hachinger Aufwärtstrend in den zahlreichen Spielen innerhalb nur kürzester Zeit aber nicht werden. „Bei zehn Spielen in einem Monat sollte man schon zufrieden sein“, zog Schromm eine erste Zwischenbilanz. Der Fußballlehrer schob der Euphorie aber gleich einen Riegel vor und fügte an: „Man sollte jetzt aber auch nicht das Träumen anfangen.“

 

Quelle: fussball-vorort.de

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