Schwalbe kostet Dreier

Trainer Dirk Teschke wollte einen Sieg gegen Kottern.

Fürstenfeldbruck - Der SC Fürstenfeldbruck hat bei Tabellenführer TSV Kottern ein respektables 1:1 erreicht, fühlte sich aber um den Sieg betrogen.

Die Pflicht erfüllt, aber um die Kür betrogen. Auf diesen einfachen Nenner lässt sich das respektable 1:1 (0:0)-Remis des SC Fürstenfeldbruck beim Tabellenführer TSV Kottern bringen. Eine Schwalbe rettete die Gastgeber vor ihrer ersten Niederlage. Schiedsrichter Michael Schmitt aus Forchheim zeigte insgesamt keine schlechte Leistung.

In einer entscheidenden Szene lag er jedoch völlig daneben. In der 67. Minute drang Kotterns Sinan Yilmaz in den Brucker Strafraum ein und ging ohne Gegnereinwirkung wie vom Blitz getroffen zu Boden. Zum Entsetzen der Brucker deutete der Unparteiische auf den Elfmeterpunkt. Der vermeintlich Gefoulte trat selbst an und verwandelt mit Hilfe des Innenpfostens zum 1:1. „Der Elfer war ein Witz“, schimpfte Christian Lippert nach dem Schlusspfiff. Der Spielmacher hatte die Brucker zuvor nach einer mustergültigen Flanke von Christoph Ullmann hochverdient in Führung gebracht.

 Vom befürchteten Klassenunterschied zwischen beiden Teams war nämlich nichts zu sehen – im Gegenteil. Der SCF dominierte über weite Strecken das Spielgeschehen, was den Spielern das Lob von Trainer Dirk Teschke bescherte:. „Wir sind taktisch gut gestanden und haben kaum Chancen zugelassen.“ Letztlich wusste man beim SCF am Ende darum auch nicht so recht, ob man lachen oder weinen sollte über den einen Zähler.

Der Fehlpfiff ist nicht alleine Schuld

 „Wir haben die letzten vier Auswärtsspiele verloren, deshalb ist ein Punkt beim Tabellenführer schon ein Erfolg“, bilanzierte Lippert. „Allerdings hätte sich die Mannschaft drei Punkte verdient gehabt.“ Alleine auf den Fehlpfiff des Schiedsrichters wollte Teschke die Schuld an den verlorenen zwei Punkten aber nicht reduzieren. „Ein Stück weit waren wir auch selbst daran schuld.“ Der Übungsleiter spielte damit auf eine Großchance des eingewechselten Sebastian Nichelmann an, der kurz vor Schluss neben das leere Tor köpfte. „Den muss er machen, dann hätten wir trotzdem den hochverdienten Sieg eingefahren.“ So blieben am Ende aber gemischte Gefühle.

Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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