Geretsried beim Spitzenreiter Gersthofen - Berger mit Kreuzbandriss

„Schwer heißt nicht unmöglich“ - TuS weiter im Neuaufbau

Schock für den TuS: Nicht in dieser Szene, aber kurze Zeit später zog sich Neuzugang Anton Berger (Mi.) gegen Gilching eine schwere Knieverletzung zu.
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Schock für den TuS: Nicht in dieser Szene, aber kurze Zeit später zog sich Neuzugang Anton Berger (Mi.) gegen Gilching eine schwere Knieverletzung zu.

Geretsried – Als Anton Berger am Mittwoch im Landesliga-Match des TuS Geretsried gegen den SC Gilching im Laufen plötzlich wegknickte und schreiend zu Boden ging, musste man damit rechnen, dass er sich schwerer verletzt hatte. Am Tag darauf bestätigte sich die Befürchtung: Der 23-jährige Neuzugang aus Lenggries hat sich das Kreuzband und beide Menisken im rechten Knie gerissen.

„Das überschattet alles“, sagt Martin Grelics. Da rückt das Zustandekommen des glücklichen 3:3-Unentschiedens in den Hintergrund. „Das tut wahnsinnig weh, dem Spieler genauso wie uns“, so der TuS-Coach, dem nun ein wichtiger Spieler beim Umbruch seiner Mannschaft abgeht. „Der Toni ist ein Musterbeispiel für einen Teamplayer. Ich habe selten einen Spieler erlebt, der sich so schnell integriert hat.“ Deshalb freue er sich, dass Berger weiterhin bei der Mannschaft sei und diese wahrscheinlich auch zum Samstagsspiel beim TSV Gersthofen begleiten wird. „Das Letzte, was er will ist, dass wir seinetwegen Trauer tragen, sondern dass wir möglichst schnell den ersten Dreier holen.“

Davon hat Aufsteiger Gersthofen bereits zwei auf dem Konto – als einzige Mannschaft in der Landesliga Südwest. Deshalb führt der Klub aus dem Landkreis Augsburg mit sechs Punkten die Tabelle an. Dennoch erwartet Grelics „einen offenen Schlagabtausch“. Er gesteht dem Gegner nach dessen optimalem Saisonstart jedoch „einen Tick mehr Selbstbewusstsein“ zu. Wobei sich seine Elf mit dem Ausgleichstreffer in der Nachspielzeit zumindest einen „Moralpunkt“ sicherte.

Das Selbstvertrauen scheint beim TuS, der nach einer 2:0-Führung plötzlichen einem 2:3-Rückstand nachlaufen musste, in Takt zu sein. Die Partie hingegen, darf man getrost in die Kiste mit der Aufschrift „Zum Vergessen“ verstauen. „Das war kein gutes Spiel“, weiß auch der Coach, in dessen Mannschaft allerdings fünf Aktive (Simon Voß, Florian Zymeri, Cengiz Basaran, Fabio Pech und Felix Meier) ihr Landesligadebüt gaben. „Wir waren vielleicht ein bisschen grüner“, so Grelics mit Schmunzeln. Aber das ist der Weg, zu dem man sich beim TuS entschieden hat: „Wir wollen was entwickeln. Und mit ein bisschen Glück, könnten wir auch sechs Punkte haben, statt nur einen.“

Es braucht keine prophetische Gabe, um vorauszusagen, dass der Vorjahresfünfte das Tabellenende noch einige Zeit wird im Auge behalten müssen, ähnlich wie in der vorigen Saison. „Wir wissen, dass es schwer wird. Aber schwer heißt nicht, dass es nicht zu bewältigen ist“, betont der 35-jährige. Nichts ist unmöglich, ist auch die Devise für den Auftritt beim Tabellenführer. „Wer da in Führung geht, ist sicher im Vorteil“, mutmaßt Grelics. „Denn ich denke, die Füße werden bei beiden Teams am Ende der englischen Woche belastet sein.“

TuS Geretsried: Untch – L. Kellner, Rauscheder (?), Buchner, Rosina, Walker, Bahnmüller, Zymeri, Fister, Podunavac, Schrills, Lux, Reitel, Basaran, Pech, Meier.

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