Fußball: Landesliga

Den Senkrechtstarter einbremsen

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Viel Arbeit dürfte auf die Defensive des BCF Wolfratshausen um Yaskin Keskin (Mi.) im heutigen Heimspiel zukommen: Die Gäste von Türkspor Augsburg haben den zweitgefährlichsten Angriff der Landesliga.

Schwere Aufgabe für den BCF Wolfratshausen gegen Türkspor Augsburg

Wolfratshausen – Es lässt sich trefflich darüber streiten, was einen höheren Stellenwert hat: Die Bringschuld des auf einen Relegationsplatz abgerutschten BCF Wolfratshausen im Bestreben, nicht zweimal in Folge abzusteigen. Oder die individuelle Klasse der kommenden Konkurrenten in der Landesliga Südwest. Türkspor, Olching und Landsberg heißen die anstehenden Hürden und sie sind allesamt Anwärter auf höhere Weihen.

Mit den Augsburgern bekommt es der Ballclub am Samstag (14 Uhr) vor eigenem Publikum mit einem Senkrechtstarter zu tun. Nach bedächtigem Saisonstart haben sich die türkischen Schwaben unmittelbar hinter Spitzenreiter Landsberg positioniert. Entsprechend respektvoll fällt die Einschätzung von Trainer Philipp Bönig aus. Farchet treffe auf einen Gegner, der „nur so strotzt“ vor Selbstvertrauen und zusammen mit Landsberg die Liga „dominiert“. Zudem muss sich die immer wieder anfällige BCF-Defensive mit dem torgefährlichsten Angreifer dieser Liga auseinandersetzen: Fatih Baydemir hat satte 23 Mal ins Schwarze getroffen.

Alleine auf Baydemir dürfe der Fokus der Farcheter gleichwohl nicht liegen. Türkspor sei generell eine „offensivstarke Mannschaft“, die sich kaum aus dem Konzept bringen lasse. Seine Hintermannschaft müsse demnach „extrem clever“ in den Zweikämpfen agieren. Bönig weiß, dass sich seine Ansagen Woche für Woche wiederholen. Doch was soll er machen? Aufgrund der zahlreichen Partien ohne Niederlagen ließ sich das Team täuschen. „Jeder dachte, es läuft schon – aber so ist es nicht“, stellt der Coach klar. Inzwischen sei man an einem Punkt angelangt, wo es „sehr kritisch“ geworden ist. Der 39-Jährige fordert von seinen Kickern mehr Bewusstsein für Spiel und Gegner ein. Das beginne schon mit der Vorbereitung auf den Spieltag und münde in einer absoluten „Überzeugung“ während der 90 Minuten. Dies sei ihm in den letzten Wochen etwas abgegangen. Andererseits betont der Chefanweiser, dass er seiner Elf zu 100 Prozent vertraue. Doch das fehlende Erfolgserlebnis müsse sich die Mannschaft selbst erarbeiten.

Was die Personalien betrifft, hat Bönig leise Hoffnungen auf ein Comeback von Barbaros Barut als Strippenzieher im defensiven Mittelfeld. „Eine Chance besteht“, kündigt der Trainer eine Entscheidung vor dem Anpfiff an. Passen muss indes Chafi Gobitaka, der sich in Memmingen eine Zerrung zugezogen hat.

BCF Wolfratshausen

Radic, Cakir, Hummel, Kantar, Keskin, Potenza, Kleiner, Boubacar, Tokdemir, Lehr, Zander – Herbert, Kurija, Shalaj, , Bonic, Rose, Barut, Kaygisiz.

Schiedsrichter: Luka Beretic (Friedberg).

Quelle: Merkur.de

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