SVH im Schnitt weit hinten in der Beliebtheitsskala

„Es ist schwierig, Zuschauer anzulocken“

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Traumkulisse: Die Ränge im Stadion des SV Heimstetten sind selten so gefüllt, wie hier in der vergangenen Saison in der Partie gegen Burghausen.

Heimstetten – Am Samstag um 15 Uhr gastiert die Über- Mannschaft der Bayernliga Süd im Heimstettner Sportpark. Das ist nicht etwa sportlich gemeint – schließlich liegt der SV Kirchanschöring auf Tabellenrang 13, knapp vor der Abstiegszone.

Auch finanziell gibt es durchaus andere Vereine, deren Schatulle besser gefüllt ist. Doch in Sachen Fans macht dem Aufsteiger aus dem Kreis Traunstein niemand etwas vor: Mehr als 600 Zuschauer im Schnitt pilgern zu seinen Heimspielen – das ist ligaweit spitze. Ganz anders die Situation in Heimstetten: Mit einem Zuschauerschnitt von 210 Besuchern rangiert der SVH weit hinten in der Beliebtheitsskala – zusammen mit den anderen Landkreis-Klubs aus Garching (240), Unterföhring (225) und Pullach (90).

Dabei mischen diese Vereine in der Tabelle ganz vorne mit: Am mangelnden Erfolg oder am mauen Spielniveau kann der verhaltene Andrang also kaum liegen. „Wir gehören von der Struktur her einfach noch zum Großraum München“, erklärt Manager Michael Matejka. „Und da ist es traditionell viel schwieriger, Zuschauer anzulocken.“ Dies gilt umso mehr, seitdem der SVH abgestiegen ist. „In der Regionalliga sind viele neutrale Zuschauer zu uns gekommen“, weiß Matejka. „Die haben wir inzwischen kaum noch, die gehen jetzt eher nach Unterhaching.“ Die Statistik zeigt: Vorige Saison kam der SVH eine Klasse höher auf einer Schnitt von 450 Besuchern. Zudem sei der Andrang in Heimstetten stark erfolgsabhängig, sagt Matejka. „Das hat man gemerkt, als es nach dem guten Start nicht mehr so gut gelaufen ist.“

Auch deshalb haben sie beim SVH mit den Anstoßzeiten experimentiert: Nach einer Serie von Freitagsspielen wurden die Heimpartien zuletzt samstags um 17 Uhr angepfiffen. „Wir wollten das mal ausprobieren“, erklärt Matejka. „Die Resonanz war durchaus positiv. Es sind eher mehr als weniger Zuschauer gekommen.“ Dennoch beginnt das Duell gegen Kirchanschöring an diesem Samstag bereits um 15 Uhr – des Wetters und der Dunkelheit wegen. Und auch, wenn der Gegner in Sachen Zuschauer haushoch überlegen ist – sportlich geht Heimstetten als Favorit ins Rennen.

„Wir wollen zu Hause den nächsten Dreier holen“, betont Interimschef Borislav Vujanovic, der weiter Heiko Baumgärtner vertritt. Allerdings muss der Coach nicht nur auf die Langzeitausfälle Simon Huber, Maximilian Hintermaier und Valentin De La Motte verzichten. Auch Memis Ünver ist verhindert, für Sebastiano Nappo kommt ein Einsatz nach seiner Blinddarmentzündung zu früh, und hinter dem angeschlagenen Torjäger Orhan Akkurt steht noch ein Fragezeichen.

Quelle: fussball-vorort.de

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