Fußball - Landesliga

SEF angelt sich Attachings Offensiv-Allrounder Nguelefack

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Schnell und technisch hoch veranlagt: Didier Nguelefack (r.) – hier noch im Dress des BC Attaching – trauen die Verantwortlichen des SEF eine Menge zu.

Für die Fußballer des Landesligisten SE Freising ist es ein herber Verlust: Mesut Toprak hatte im Herbst vergangenen Jahres seinen Abschied verkündet und beim Kreisklassen-Klub SC Freising angeheuert. Seitdem – daraus machten die Verantwortlichen kein Geheimnis – waren die Gelb-Schwarzen auf der Suche nach einem Nachfolger für den Flügelflitzer.

Freising – Und sie sind fündig geworden: Vom BC Attaching wechselt mit Didier Nguelefack (26) ein offensiver Allrounder an den Roider-Jackl-Weg.

Beinahe wäre der Wechsel des Kameruners sogar schon im vergangenen Jahr zustande gekommen. Für seine Bachelorarbeit war Nguelefack in die Domstadt gezogen und auf der Suche nach einem Fußballklub im gehobenen Amateurbereich. Zuhause, in seiner schwäbischen Heimat, hatte der 26-Jährige mit dem FV Olympia Laupheim bereits in der 6. Liga gespielt. Weil aber der Landesliga-Aufwand mit dem Studium zunächst nicht in Einklang zu bringen war, schloss sich Nguelefack dem BC Attaching an, wo er in der abgelaufenen Kreisliga-Hinrunde einer der Aktivposten war.

Die Bachelorarbeit ist mittlerweile geschrieben, zudem hat Nguelefack eine feste Stelle in der Umgebung gefunden. Grund genug, den fußballerischen Aufwand zu erhöhen. „Wir waren schon damals in Gesprächen“, sagt SEF-Abteilungsleiter Georg Appel. „Nun haben wir uns wieder um ihn bemüht.“ Auch der VfB Hallbergmoos war, wie zu hören war, an Nguelefack dran – vor allem, als Michael Schütz noch an der Seitenlinie stand. Den Kreis-Rivalen stachen die Lerchenfelder aber aus und können nun einen Nachfolger für Mesut Toprak präsentieren. „Ob wir ihn auch geholt hätten, wenn der Mesut noch da wäre, ist schwer zu sagen“, meint Appel. Auf der Außenbahn hatten die Freisinger jedoch Bedarf: Im Prinzip konnte Trainer Alex Plabst nur auf Nureddin El Sayed als Flügelflitzer zurückgreifen, alle anderen halfen lediglich aus.

Die Verantwortlichen des SEF halten große Stücke auf den 26-jährigen Offensivakteur. In Attaching stach Nguelefack durch seine Schnelligkeit und technische Veranlagung heraus, stand sofort in der Startelf und war an vielen Tor-Aktionen beteiligt. Die Freisinger trauen ihm daher zu, bald in die Anfangsformation zu rutschen.

Als positiv wollen die SEF-Verantwortlichen zudem den Kontakt zum BCA herausstellen. Der Kreisligist hätte den Spieler in der Winterpause nicht freigeben müssen. „Das ist aber alles äußerst unkompliziert verlaufen“, so Appel.

Doch Didier Nguelefack ist nicht der einzige Neuzugang beim SEF: Schon seit dem Saisonstart hat Ousmane Boubacar, der zuletzt beim SV Planegg-Krailling in der Bezirksliga spielte, bei den Lerchenfeldern mittrainiert. Der 23-Jährige dürfte es jedoch schwerer haben, sofort den Sprung in die Startelf zu schaffen. Auf seiner angestammten Position im zentralen Mittelfeld ist die Konkurrenz groß. Dagegen hat Yu Asanuma den Verein nach nur vier Einsätzen verlassen: Den Japaner zog es aus privaten Gründen nach Norddeutschland.

Beendet ist die Pause für die Gelb-Schwarzen Ende Januar, dann bitten Alex Plabst und Co-Trainer Fabian Herrmann ihr Team wieder zum Training. Ehe es am 1. März in der Landesliga weitergeht, stehen einige Testspiele an – unter anderem gegen die Regionalligisten SV Heimstetten und FC Pipinsried sowie beim Bayernligisten Jahn Regensburg II.

Matthias Spanrad

Quelle: Merkur.de

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