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SE Freising: Bittner spricht Klartext mit seinem Team - und ruft den Abstiegskampf aus

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Spricht Klartext: Freisings Spielertrainer Florian Bittner (r., gelb-schwarz) analysierte nach dem Bruckmühl-Spiel mit seinem Team um Luka Brudtloff (l.) die Defizite der bisherigen Saison.
Freisings Spielertrainer Florian Bittner (r., gelb-schwarz) analysierte nach dem Bruckmühl-Spiel mit seinem Team um Luka Brudtloff (l.) die Defizite der bisherigen Saison. © lehmann

Beim SE Freising hat man trotz der noch jungen Saison den Ernst der Lage bereits erkannt: Man steckt aktuell im Abstiegskampf der Landesliga.

Freising – Nach dem blamablen 2:4 vor Wochenfrist gegen den SV Bruckmühl hängen die Fußballer des SE Freising weiter im Tabellenkeller der Landesliga fast. Ob sich daran nach dem siebten Spieltag etwas ändern wird, ist fraglich, denn die Lerchenfelder gastieren am Freitagabend (19.30 Uhr) beim Tabellenzweiten SB Chiemgau Traunstein.

Bittner über Tabellensituation: „Da müssen wir uns jetzt herauskämpfen“

Nach dem respektablen 2:2 gegen Wasserburg und dem fulminanten 8:2-Auswärtssieg in Pullach schien die Welt beim SEF wieder halbwegs in Ordnung zu sein. Die drei satten Auftaktniederlagen hätte man abhaken können, wenn da nicht die Heimpleite gegen Bruckmühl gewesen wäre, bei der die Domstädter den Gegner regelrecht zum Toreschießen einluden. 22 Gegentreffer in sechs Partien sprechen für sich.

„Beim Montagstraining haben wir Klartext geredet“, verrät Trainer Florian Bittner. „Wir – Spieler und Trainergespann – haben uns hinterfragt. Alle müssen sich an der eigenen Nase packen. Klar ist: Nach der Niederlage gegen Bruckmühl hat für uns der Abstiegskampf begonnen. Es gibt viele Mannschaften im unteren Tabellendrittel mit wenigen Punkten. Da müssen wir uns jetzt herauskämpfen.“ (Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Freising-Newsletter.)

SE Freising: Zu wenig Kommunikation und Aggressivität in den Spielen

Die Gründe für den miserablen Start: Die wichtigen Basics seien von manchen Akteuren nicht abgerufen worden, gibt Bittner zu verstehen. Gerade in der Hintermannschaft fehle es an der nötigen Kommunikation. „Wenn die Spieler privat beieinander sind, reden sie viel, auf dem Spielfeld fast gar nicht“, moniert der Coach. Auch das Zweikampfverhalten lasse zu wünschen übrig. „Im Training gehen sie aggressiv voll zur Sache, im Punktspiel nicht. Alle müssen sich mehr auf das Spiel fokussieren und sich selber fragen, welche privaten Aktivitäten momentan ein wenig hinten anstehen müssen.“ Dabei streitet Bittner seinem Team keineswegs die Landesligatauglichkeit ab. „Das haben wir gegen Wasserburg und Pullach bewiesen“, so der Coach.

Große Umstellungen innerhalb der Mannschaft will Bittner nicht vornehmen. Co-Trainer Michael Schmid wird für Vitus Kirchberger in die Viererkette zurückkehren. Felix Fischer wird Sebastian Thalhammer (privat verhindert) im defensiven Mittelfeld ersetzen.

„Die Traunsteiner werden uns sicherlich unterschätzen“, hofft er, dass ein Ruck durch seine Mannschaft geht und vielleicht zumindest ein Punkt eingefahren werden kann.

Voraussichtliche Aufstellung:

Trost – Rudzki, Mayr, Schmid, Müller – Fischer, F. Schmuckermeier, Rist, Brudtloff – Bittner, Günzel.

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